Mozilla hat eine öffentliche Entwicklungs-Roadmap für den Browser Firefox vorgestellt. Nach Angaben des Projekts soll die Übersicht Nutzern und Entwicklern zeigen, an welchen Funktionen derzeit gearbeitet wird und welche Neuerungen in den kommenden Monaten geplant sind.
Zu den wichtigsten Vorhaben aus der Roadmap zählt wohl das Projekt „Nova“, mit dem Mozilla die Benutzeroberfläche von Firefox auf Desktop-Systemen sowie auf Android und iOS grundlegend überarbeiten will. Ziel ist eine einfachere Bedienung, eine verbesserte Barrierefreiheit und mehr Möglichkeiten zur individuellen Anpassung. Zudem soll der Kompaktmodus wieder direkt in den Einstellungen verfügbar sein. Auch Datenschutzfunktionen wie der erweiterte Schutz vor Aktivitätenverfolgung und der private Modus sollen leichter zugänglich werden. Erste Testversionen stehen bereits in den Nightly-Ausgaben bereit, die allgemeine Freigabe ist noch für dieses Jahr geplant.
Darüber hinaus arbeitet Mozilla an neuen Funktionen für erfahrene Nutzer. Künftig sollen sich Tastaturkürzel direkt in den Einstellungen anpassen lassen. Der integrierte Dokumenteneditor soll Funktionen zum Zusammenführen, Aufteilen und Sortieren von Dateien im Portable-Document-Format erhalten. Außerdem plant Mozilla, die bislang als Erweiterung verfügbare Funktion „Multi-Account Containers“ fest in den Browser zu integrieren. Unter Linux soll außerdem die Unterstützung für das Bildformat JPEG XL den experimentellen Status verlassen.
Auch die Funktionen mit Künstlicher Intelligenz will Mozilla ausbauen. Geplant sind unter anderem Schnellantworten (Quick Answers) für Spracheingaben sowie ein optionales „Smart Window“. Dieser neue Fenstertyp soll neben normalen und privaten Fenstern zur Verfügung stehen und einen integrierten Assistenten enthalten, der auf geöffnete Tabs, den Browserverlauf und die aktuell angezeigte Webseite zugreifen kann. Nutzer sollen dabei sowohl externe Sprachmodelle als auch lokal ausgeführte Modelle einbinden können. Sämtliche Funktionen mit Künstlicher Intelligenz lassen sich laut Mozilla weiterhin zentral deaktivieren.
Am Ende der Roadmap ruft Mozilla die Gemeinschaft dazu auf, Rückmeldungen zu den geplanten Änderungen zu geben.





