Nachdem Mozilla für seinen Firefox-Browser Nutzungsbedingungen (Terms of Use, TOU) vorgestellt hat, brach ein Sturm der Entrüstung aus. Formulierungen in den Nutzungsbedingungen ließen darauf schließen, das Mozilla Nutzerdaten verkaufen will. Nun korrigiert Mozilla die Terms of Use.
In den zuerst veröffentlichten Nutzungsbedingungen lautet der umstrittene Satz: „Wenn Sie Informationen über Firefox hochladen oder eingeben, räumen Sie uns hiermit eine nicht exklusive, gebührenfreie, weltweite Lizenz zur Nutzung dieser Informationen ein, um Ihnen beim Aufrufen und Nutzen von sowie beim Interagieren mit Online-Inhalten zu helfen, wie Sie es durch Ihre Nutzung von Firefox zum Ausdruck bringen.“ Das sorgte in der Community für Ärger, Mozilla wolle sich das Recht einräumen, Daten der Nutzer zu verkaufen, wurde gemutmaßt.
Im Blog von Mozilla teilt Mozilla Vice President Ajit Varma nun einen geänderten Text, der so dann in die TOU einfließen soll: „Sie geben Mozilla die Rechte, die für den Betrieb von Firefox notwendig sind. Dazu gehört die Verarbeitung Ihrer Daten, wie wir sie in den Firefox-Datenschutzhinweisen beschreiben. Es beinhaltet auch eine nicht-exklusive, lizenzgebührenfreie, weltweite Lizenz für den Zweck, mit den Inhalten, die Sie in Firefox eingeben, zu tun, was Sie wünschen. Dies gibt Mozilla keine Eigentumsrechte an diesen Inhalten.“
Außerdem erklärt Ajit Varma noch einmal deutlich die Position von Mozilla: Mozilla verkauft keine Daten über Sie (in der Art und Weise, wie die meisten Menschen über ‚Daten verkaufen‘ denken), und wir kaufen keine Daten über Sie. Wir haben unsere Formulierung geändert, weil einige Gerichtsbarkeiten den Begriff ‚verkaufen‘ weiter fassen, als die meisten Menschen dieses Wort normalerweise verstehen würden. Firefox verfügt über eingebaute Datenschutz- und Sicherheitsfunktionen sowie über Optionen, mit denen Sie Ihre Dateneinstellungen feinabstimmen können.“
Wenn das immer die Intention Mozillas war, darf man vom ersten Entwurf der Nutzungsbedingungen getrost von einem PR-Debakel sprechen.





Allein die Floskel “(in der Art und Weise, wie die meisten Menschen über ‚Daten verkaufen‘ denken)” lässt mich, nach nun mittlerweile gut 20 Jahren, Abstand von diesem Browser nehmen. Die Entwicklung der letzten 10 Jahre war schon bedenklich genug. Libre Wolf ist mein neuer Wegbegleiter, hat sich in einer einjährigen Übergangsphase hinreichend bewährt, jetzt folgt der finale Wechsel.