Moodys: KI-Rechenzentren wachsen stark, aber nicht ohne Risiko

(C) unter Verwendung eines Motivs von Andrei Suslov / 123RF.com

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Die Ratingagentur Moodys rechnet mit einem Wachstum der Kapazität bei KI-Rechenzentren von bis zu 20 Prozent jährlich nach 2028. Das übersteigt die bisherigen Wachstumsraten von 5 oder 10 Prozent im Jahr, birgt aber auch Risiken.

So müssen Rechenzentren heute wegen des enormen Energiebedarfs in Gegenden errichtet werden, in denen – nach Möglichkeit grüner – Strom billig ist. Das aber schafft logistische Herausforderungen von der Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte bis zu Transportproblemen. Außerdem erzeugen solche Rechenzentren als Kehrseite des hohen Stromverbrauchs mehr Abwärme, als herkömmliche Architekturen ableiten, geschweige denn nutzen können. Die Rechenzentren der Hyperscaler sind entsprechend für Stromverbräuche im Gigawatt-Bereich ausgelegt, etwa Wonder Valley in Alberta für 5,6 GW oder Metas Site in Louisiana für 2 GW.

Die nötigen Investitionen sind aber insofern spekulativ, als sie auf zukünftige Bedarfe ausgerichtet ist. Dabei sind die Kosten für KI-Datenzentren heute viel höher als bisher. Zudem treiben die neuen US-Zölle die Preise für Stahl und seltene Erden in die Höhe. Dabei hat gerade der Fall DeepSeek gezeigt, wie schnell ein innovativer Mitbewerber die Messlatte für Effektivität verschieben kann. Heute gebaute Infrastrukturen können schon in wenigen Jahren veraltet sein, je nachdem, ob neuere Modelle andere Chipsätze, Kühltechniken oder Energiestrategien erfordern.

Zudem kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne Kunden, für die heute solche Rechenzentren gebaut werden, in einigen Jahren dem Wettbewerb nicht mehr standhalten und vom Markt verschwinden oder sich neu orientieren müssen. Es wird also darauf ankommen, eine sowohl zukunftssichere als auch anpassbare Infrastruktur bereitzustellen.

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