Monado mit IPC und Compositor-Updates

Collabora kündigt Neuerungen für Monado an, die quelloffene OpenXR-Runtime für Linux. Es gibt nun einen separaten Render-Loop für den Compositor und einen Service-Prozess für Treiber und Compositor.

Die Geräte für Virtual- und Augmented-Reality werden besser, aber die Systeme dahinter sind größtenteils proprietär. Verschiedene Open-Source-Projekte wollen das ändern, darunter Collabora, das an einer OpenXR-Runtime namens Monado arbeitet. Diese soll langfristig das OpenXR-API von Khronos implementieren.

Ein Blogpost kündigt nun größere Neuerungen in der Runtime an. Die Entwickler haben Treiber und Compositor in einen neuen Service-Prozess geschoben. Dafür haben die Entwickler Monado um eine IPC-Infrastruktur (Interprozesskommunikation) erweitert, die nun im Verzeichnis “src/xrt/ipc” wartet.

Out-of-Process-Compositing

Zugleich bringt der Compositor nun einen separaten Render-Loop mit, der unabhängig vom Open-XR-Client funktioniert. Der Vorteil dieses Konstrukts: Der Compositor kann eine konstante Framerate liefern, auch wenn der Client nicht hinterher kommt. Das erlaubt es einerseits, den Compositor unabhängig zur Anwendung zu starten und bei Bedarf mehrere Clients einzubinden. Andererseits lassen sich auf diesem Weg zusätzliche Daten einbinden, um auch langsamen Clients ein flüssigeres Benutzererlebnis zu liefern.

Zu den weiteren Änderungen für den Compositor gehören Verbesserungen am Support für Nvidias Direct Mode, dank denen OpenXR mehr Displays erkennt, etwa die Valve Index und die Oculus-Rift-Serie. Zugleich haben die Entwickler an der Performance des Compositors geschraubt, der nun unter GPU-Last teilweise die doppelte Framerate erreicht.  Ein Video im Blogpost verlinktes Video zeigt die neuen Fähigkeiten.

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