Computerhersteller Acer hat in seiner Business-PC-Reihe Veriton einen neuen Mini-Desktoprechner vorgestellt, einen so genannten Nettop. Über Systemhäuser oder Dienstleister ist er auch mit vorinstalliertem Linpus Linux erhältlich .
Der Mini-PC mit 19 Zentimetern Kantenlänge ist mit einer Atom-CPU N280, dem Chipsatz GN40, GMA-4500M-Grafik, maximal 2 GByte DDR2-RAM in zwei Slots und einer 2,5-Zoll-Festplatte mit bis zu 160 GByte Speicherplatz ausgestattet. Der N280-Atom ist auf 1,66 GHz getaktet. An Schnittstellen besitzt der nur knapp vier Zentimeter dünne Rechner Gigabit-Ethernet, einen Multicard-Reader (SD, MMC, xD, MS), einen HDMI-Ausgang und PS/2-Schnittstelle. Die Vorderseite, an der der Kartenleser sitzt, weist vier USB-Anbindungen sowie Kopfhörern und Mikrofon den Weg. Zwei weitere USB-Kabel finden an der Rückseite Anschluss ans System, ebenso VGA und Strom. Ein Mini-PCIe-Steckplatz ermöglicht weitere Aufrüstung.
Acer adressiert mit dem Gerät kleine Büros, Schulen, Bibliotheken, Ausstellungen sowie Check-ins von Hotels oder Flughäfen. Der Anwender kann den Rechner zum Beispiel an der Rückseite von Monitoren anbringen, wofür es eine extra Halterung gibt. Im Handel soll er sofort für 400 Euro verfügbar sein – allerdings nur mit Windows, wie die Produktseite verrät. Auf die Frage, warum in der Pressemitteilung auch Linpus Linux als Betriebssystem gelistet sei, sagte ein Sprecher zu Linux-Magazin Online, dass der Interessent diese nur über Projekt-bezogene Bestellungen erhalte, etwa über den IT-Dienstleister seines Unternehmens. Die von Acer mitgelieferte Software sei in der Linux-Version außerdem nicht dabei. Das betrifft zum Beispiel das das Acer-eigene “Veriton Controlcenter” mit diversen Konfigurations- und Managementoberflächen.
Die Atom-CPU N280 unterscheidet sich von der N270 im Wesentlichen durch einen etwas schnelleren Front Side Bus (667 Mhz) und durch den Chipsatz. Statt des Express-Chips 945GSE soll in Acers Veriton N260G der um HD-Fähigkeit erweiterte Express-Chipsatz NG40 stecken. Das wäre dann endlich der Zwischenschritt zwischen der jetzigen Atom-Plattform mit Atom N270 und 945GSE und der Folgeversion, die im ersten Halbjahr des Jahres 2009 einige Rätselei verursachte. Denn der N270-Nachfolger N280 tauchte auf, aber ohne den versprochenen Nachfolger-Chipsatz GN40. Dabei ging es insbesondere um die Frage, ob dieser verbesserte Atom-Chipsatz denn tatsächlich Bilder in echter HD-Qualität auflöse.
- Vorderansicht mit Audio-Anschlüssen, Kartenleser und USB an der Seite.
- Rückansicht.
- Der N260G-Veriton in montiertem Zustand mit Strom, Drucker, Netz, PS/2-Maus und USB.






