Microsoft will Linux als Root-Partition für den eigenen Hypervisor nutzen

Wei Lu von Microsoft hat auf der Kernel-Mailingliste einen Vorschlag veröffentlicht, um Linux als Root-Partition auf Microsofts Hypervisor einzusetzen.

Laut dem Request for Comment (RFC) von Lu möchte Microsoft einen kompletten Virtualisierungs-Stack mit Linux und dem Microsoft Hypervisor erzeugen  und reicht dafür eine Reihe von Patches ein. Zum Hypervisor gehören neben Hyper-V noch andere Komponenten, die im Kernel- und Userspace von Windows laufen.

Die Patches sollen einen Device Node (“/dev/mshv”) erzeugen, über den Windows-Userspace-Programme dann virtuelle Maschinen starten. Ein Projekt namens Cloud Hypervisor habe Microsoft bereits portiert und erfolgreich einen Linux-Gast auf den Virtio-Devices gebootet.

Erster Code und Vorschläge

Der Vorschlag von Lu liefert lediglich den gerade nötigen ersten Code für die geplante Änderung. Die Anpassungen betreffen im Wesentlichen die “hyperv-tlfs.h”-Datei. Noch sind die Microsoft-Entwickler nicht ganz sicher, welchen Weg sie bei den künftigen Änderungen generell einschlagen sollen. Insbesondere beim Remapping von Interrupts gibt es offene Fragen. Linux muss die “map”- und “unmap”-Interrupts aufrufen, dazu wollen die Entwickler eine neue MSI “irqdomain” und “irqchips” einführen.

Hohe Wellen hat die Ankündigung bislang nicht geschlagen. Antworten gibt es bislang im Wesentlichen von Vitali Kuznetsow, der als Reviewer an der Kernel Virtual Machine für die x86-Architektur arbeitet. Das muss kein Desinteresse zeigen, sondern kann auch ein Zeichen dafür sein, dass es keine größeren Einwände gegen die Hypervisor-Pläne gibt.

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Nach oben