Unter dem Namen Roslyn hat Microsoft den Quellcode seiner Compiler-Plattform für C# und .Net unter die Apache-2.0-Lizenz gestellt.
Auf der Build-Developer-Konferenz 2014 hat Microsoft angekündigt, den Quellcode für die Compiler-Plattform Roslyn offen zu legen. Anders Hejlsberg, Softwarearchitekt bei Microsoft, schaltete den Quellcode während der Ankündigung auf Codeplex, Microsofts Plattform für quelloffenen Code, frei. Miguel de Icaza kündigte auf der Konferenz an, den Code auch in seine Cross-Plattform-IDE Xamarin Studio integrieren zu wollen.
Microsoft begründet die Offenlegung des Quellcodes offiziell damit, dass moderne IDEs zunehmend intelligenter werden. Um neue Features zu implementieren, benötigen die Entwickler mehr Wissen über den zugrunde liegenden Code. Das allerdings ist keine neue Entwicklung, vermutlich möchte sich Microsoft neue Entwicklergruppen erschließen, die in der Vergangenheit immer häufig auf offene Plattformen ausgewichen sind.
Die Compiler Pipeline von Roslyn besteht aus vier Phasen, zu denen ein Parser, Symbols mitsamt Metadaten-Import, ein Binder und ein IL Emitter zählen. In Relation dazu bietet das Compiler API vier Schnittstellen an: Ein Syntax-Tree-API, ein Symbol-API, ein Binding-and-Flow-Analysis-API sowie ein Emit-API, das Bytecode erzeugt. Die Compiler-Plattform ist Teil der aktuellen Version von Visual Studio.




