Die Redmonder wollen an offenen Standards zum Internet of Things mitarbeiten, die dafür sorgen sollen, dass sich Geräte im Haushalt gegenseitig entdecken und verstehen. Apple und Samsung basteln indes noch an eigenen Standards.
Es ist eine leidige Geschichte, die sämtliche Bereiche technologischer Innovation auf der ganzen Welt durchzieht: Kommt eine neue Technologie auf, kämpfen meist verschiedene proprietäre Standards um die Vorherrschaft. Die Hersteller versprechen sich davon Vorteile für die eigenen Produkte auf dem Markt.
Den Kunden steht hingegen meist eine jahrelange Phase von Inkompatibilitäten und Ärger ins Haus, bis sich entweder eine Technologie durchgesetzt hat oder man sich doch spät auf einen gemeinsamen Standard einigt. Dem Absatz der Produkte hilft das nicht weiter, im Gegenteil, häufig hemmt es die Verbreitung, wie sich am Beispiel der unterschiedlichen Standards für die Stromtankstellen von Elektroautos zeigt.
Nun will ausgerechnet Microsoft ausscheren und sich beim Internet of Things für ein quelloffenes Software- und Dienste-Framework namens Alljoyn einsetzen, berichtet die Computerworld. Das Framework entwickelt die Allseen Alliance, welche von der Linux Foundation ins Leben gerufen wurde, um die oben genannten Probleme beim Internet of Things zu umgehen. Microsoft geht es demnach insbesondere um die Rolle der Xbox in der Heimautomatisierung. Spannend ist nun, ob sich mit Samsung und Apple auch zwei andere Riesen der Initiative anschließen, dann könnte das Internet of Things sogar herstellerübergreifend funktionieren. Misstrauische Linux-Fans werden sich indes fragen, ob Microsoft einmal mehr versucht, Standards im eigenen Interesse zu beeinflussen.






