Microsoft investiert eine Milliarde US-Dollar in die von Elon Musk gegründete Non-Profit-Organisation Open AI. Die erforscht die Möglichkeiten und Risiken, die mit künstlicher Intelligenz verbunden sind.
Microsoft will das Open-AI-Projekt vor allem beim Aufbau einer Artificial General Intelligence (AGI) unterstützen. Dahinter steht die Idee eines autonomen, intelligenten Systems, das menschliche Arbeit übernimmt. Dieses System soll irgendwann in der Lage sein, verschiedene Fachgebiete miteinander zu kombinieren, zusammen mit Menschen multidisziplinäre Probleme zu lösen, etwa zu Klimawandel, Gesundheitsversorgung und personalisierter Erziehung. Am Ende soll die Menschheit von der Intelligenz des Systems profitieren, so die sehr optimistische Idee, die Greg Brockman in einem Blogpost ausbreitet.
Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg, denn die Fähigkeiten der meisten AI-Systeme beschränken sich zurzeit noch auf einzelne Felder. Die decken etwa das maschinelle Sehen ab, das Spielen von Brettspielen, das Generieren von Bildern und Texten sowie Übersetzungen oder Robotersteuerungen. AGI geht einen Schritt weiter. Sie soll in der Lage sein, ein Fachgebiet besser als ein Mensch zu meistern, dann weitere zu lernen, um schließlich interdisziplinäre Verknüpfungen und Muster zu erkennen.
Azure als Open-AI-Cloud
In der Kooperation mit Microsoft geht es vor allem darum, die zum Bau einer AGI nötigen Ressourcen (Software- und Hardwareplattform) in Azure anzusiedeln, wobei Microsoft der exklusive Cloud-Provider von Open AI wird. Das Projekt benötigt immer mehr Compute-Ressourcen für seine zahlreichen AI-Technologien, möchte aber nicht an einem Produkt arbeiten, um sich zu finanzieren, denn dies würde den eigentlichen Fokus ändern. Die Idee ist nun, einige der auf dem Weg zu einer AGI entwickelten Technologien an Microsoft zu lizenzieren, im Gegenzug wird Microsoft zum bevorzugten Partner bei der Kommerzialisierung der Technologien.





