Canonical verspricht “autonome Hochverfügbarkeits-Cluster” für seine leichtgewichtige Kubernetes-Platform Microk8s. Von den “verteilten Micro-Clouds” könnten vor allem IoT-Setups profitieren.
Laut der Pressemitteilung ist Microk8s ab drei Knoten automatisch hochverfügbar und lässt sich so zunehmend auch in Produktivumgebungen einsetzen. Dazu installiert der Admin die Software zunächst auf einem Knoten und ergänzt dann über “microk8s add-node” weitere Rechner oder LXD-Container. Fällt dann einer der Knoten aus, laufen die beiden anderen weiter, während der Admin den ausfallenden Knoten ersetzt. Canonical verspricht, dass sich das HA-Setup ohne großen Aufwand umsetzen lasse.

Leader-Election in Microk8s. (Quelle: Canonical)
Zum Setup gehören auch verteilte Datenbanken. Canonical hat dazu eine eigene Datenbank namens Dqlite entwickelt, die SQLite um einen in C implementierten Raft-Konsensalgorithmus (C-Raft) erweitert. Das ist nötig, um auch die Datenbank hochverfügbar zu machen. Zugleich soll Dqlite den Cluster-Speicherbedarf reduzieren und den Datenspeicher automatisch warten. Dabei bietet Microk8s automatische den am besten verfügbaren Knoten und dessen Datenspeicher an.
Als Einsatzszenarien sieht Canonical hochverfügbare Edge-Cluster in entfernten Zweigstellen, “im Einzelhandel, bei Mobilfunkmasten oder in Autos.” Der Zero-Ops-Ansatz soll den Betrieb der Software in Edge-Umgebungen vereinfachen. MicroK8s verwendet dafür das Snaps-Paketformat, bietet komprimierte Over-the-Air-Updates (OTA) an, transaktionale Rollbacks sowie automatische Sicherheits-Patches. Auch in unternehmenskritischen Steuerungssystemen sieht Canonical Chancen für den Einsatz von Microk8s.





