Mail-Verschlüssler Djigzo 2.0 riecht Verrat

Die Konfigurationsdateien für die Data Leak Prevention sind in XML formuliert, hier ein vorgefertigtes Muster, das Kreditkartennummern sucht.

Djigzo, ein verschlüsselnder Mailserver, ist in Version 2.0 mit neuen Features erhältlich.

Die laut den Entwicklern größte Neuerung ist ein Modul zur Data Leak Prevention (DLP). Das Modul sucht in ausgehenden Mails nach Informationen wie Kreditkartennummern, Kontonummern, größeren Menge Mailadressen sowie anderen Informationen, die die anwendende Firma oder Organisation nicht verlassen sollen. Die Filter für Mailheader, Nachrichtentext und Attachments wie PDF, ZIP, DOC oder XLS lassen sich über die Weboberfläche der Software konfigurieren. Wird das Modul fündig, kann es die Nachricht blockieren oder unter Quarantäne stellen sowie zuständige Anwender informieren. (Deutsche Unternehmen dürfen übrigens aus rechtlichen Gründen nicht ohne weiteres die Mails ihrer Angestellten durchsuchen.)

Die Konfigurationsdateien für die Data Leak Prevention sind in XML formuliert, hier ein vorgefertigtes Muster, das Kreditkartennummern sucht.

Die Konfigurationsdateien für die Data Leak Prevention sind in XML formuliert, hier ein vorgefertigtes Muster, das Kreditkartennummern sucht.

Weitere Neuerungen sind Unterstützung für den S/MIME Strict Mode, das Signieren lokal generierter Meldungen sowie ein Workaround für nicht-RFC-konforme Features von Outlook 2010.

Der MTA Djigzo folgt dem Verfahren “store and forward”, das heißt der Server speichert eingehende Mails nur temporär, bis er sie verschlüsselt an die Bestimmungsadresse ausgeliefert hat. Der Mailserver ist in Java umgesetzt, unterstützt S/MIME sowie PDF-Verschlüsselung und ist unter AGPLv3 lizenziert. Weitere Informationen, Quelltext, Binärpakete für Debian und Red Hat sowie VMware-Appliances gibt es auf der Djigzo-Homepage.

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