Die kalifornische Embedded-Firma Lynux Works hat ihr Zuverlässigkeits-Kernel auf 2.0 aktualisiert. Die neue Version unterstützt Mehrkern-Prozessoren.
Der Separation-Kernel und Hypervisor Lynx Secure 2.0 partitioniert Arbeitsspeicher und CPU-Zeit, so dass die Betriebssoftware die Prozesse auf mehrere Quasi-CPUs aufteilen kann. Ein Prozessor kann damit mehrere Betriebssysteme und auch Anwendungen verschiedener Sicherheitsstufen ausführen. Als Typ-1-Hypervisor setzt Lynx Secure direkt auf der Hardware auf, im Gegensatz zum Typ 2, der von einem Betriebssystem ausgeht.
Programmierer können mit Hilfe einer eigenen Applikations-Laufzeitumgebung außerdem Anwendungen schreiben, die keines zwischengeschalteten Betriebssystems bedürfen. Solche Anwendungen genügen den Anforderungen der internationalen Sicherheits-Zertifizierungskriterien (CC, Common Criteria for Information Technology Security Evaluation) bis zum höchsten Level 7 (EAL, Evaluation Assurance Level). Weltweit zertifizieren geprüfte Einrichtungen in verschiedenen Ländern nach diesen Kriterien, in Deutschland das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI).
Lynx Secure baut auf das Echtzeit-Betriebssystem Lynx OS der Firma Lynux Works auf (aktuelle Version 5.0, 2.6-basierter Kernel, GCC 3.4.2).




