LXD 3.8 verbessert Container-Snapshots und Projektarbeit

Stéphane Graber hat Version 3.8 von LXD (Linux Cointainers) angekündigt. Die erweitert die Optionen für Container-Snapshots, bringt Copy-&-Move-Fähigkeiten für Projekte mit und reicht USB-Anschlüsse durch.

Drei neue Schalter helfen dabei, automatisierte Container-Schnappschüsse einzurichten. “snapshots.schedule” nimmt ein Cron-Pattern entgegen und startet die Snapshots dann automatisch zu den darin festgelegten Zeiten. “snapshots.schedule.stopped” ist ein boolscher Wert, der darüber bestimmt, ob ein Schnappschuss auch angehaltene Container einschließt. Über “snapshots.pattern” lassen sich basierend auf Pongo2 Namen für die Snapshots vergeben, falls der Admin es vorzieht, Namen nicht explizit festzulegen.

Abbildung 1: Container lassen sich nun zwischen Projekten hin und her schieben und kopieren.

Der Parameter “–target-project” erlaubt es, Container zwischen Projekten hin und her zu kopieren und zu verschieben. Ein Beispiel für den Einsatz des neuen Befehls zeigt die Ankündigung der neuen Version (Abbildung 1). Generell vereinfacht LXD den Umgang mit Projekten, indem es den neuen Schalter “–project” einführt. Der erlaubt es zum Beispiel, nur die Container von Projekt X anzeigen zu lassen.

Besser clustern

LXD-Server ließen sich bislang zwar clustern, nutzten dann aber dennoch dieselbe IPv4- oder IPv6-Adresse sowohl für die interne als auch die Kommunikation mit der Außenwelt. Die Option “cluster.https_address” soll das nun ändern. Sie kann andere Netzwerkadressen enthalten, und ermöglicht es, die bisherige Option “core.https_address” darauf umzustellen. So lässt sich zum Beispiel für die interne Cluster-Kommunikation ein anderes Netzwerk verwenden.

Auch neu: Die Zahl der im Cluster verfügbaren Images ist nun standardmäßig “3”. Zuvor befand sich das Image auf nur einem System und bildete damit einen Single Point of Failure. Grund war, die Performance zu verbessern und Bandbreite sowie Speicherplatz zu sparen. Wer dieses Ziel weiterhin vor Augen hat, kann die Verfügbarkeit von Images manuell auf “1” stellen.

Sichere IDs und USB-Durchreichung

Die Option “security.protection.shift” erlaubt ein sicheres Ändern der UIDs und GIDs in Container-Dateisystemen. Denn wenn sich die ID-Map eines Containers ändert, schreibt LXD zurzeit alle UIDs und GIDs im Dateisystem neu. Bei plötzlichen Shutdowns oder Stromausfällen kann das zum Problem werden. Ist sie aktiviert, verhindert die neue Option Aktionen, die ein Remapping erfordern würden.

Auch Nutzer von USB-Hardware dürfen sich freuen. LXD reicht nun bei Bedarf die USB-Anschlüsse des Hosts an die Container durch, wenn der Admin keinen Filter für Vendor- oder Produkt-IDs einsetzt. Alle USB-Schnittstellen erscheinen dann im Container inklusive angesteckter Geräte. Daneben unterstützt LXD Rsync besser und erkennt ZFS-Kompression. Weitere Details zu den Änderungen und alle Bugfixes listet das Announcement auf.

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Nach oben