LTRO-Update: Green-IT unter der Kostenlupe

Ökonomische Interessen seien die wahren Triebkräfte der ergrünenden Informationstechnik, wird oft gemutmaßt. Strom ist teuer und auch nicht überall in jeder Menge lieferbar, in großen Rechenzentren verursacht zudem etwa die Kühlung hohe Kosten. Und nicht zuletzt würde sich Green-IT auch als Wachstumsbeschleuniger für PC-Hersteller erweisen, wenn es sich nachgewiesenermaßen lohnte, jeden alten PC, sobald er abgeschrieben ist, durch einen umweltfreundlicheren, neuen zu ersetzten.

Aber welche dieser Thesen hält einer Nagrelprobe stand? Wäre eine kurze Generationenfolge der Rechner wirklich günstiger aus ökologischer Perspektive?
Oder belastete die Herstellung des neuen und die Entsorgung des alten Computers die Umwelt nicht viel mehr als eine Aufrüstung der alten Hardware? Und was meint der Controller zu dieser Strategie?

Der Wirtschaftlichkeit und dem tatsächlichen ökologischen Nutzen hat jetzt eine aktuelle Studie des Innsbrucker Kompetenzzentrum IT, der Fachhochschule Kufstein und des IZES Institut für Zukunftsenergiesysteme, Saarbrücken, auf den Zahn gefühlt. Die Forscher nahmen dabei vier Unternehmensgrößenklassen von der Ich-AG bis zum Konzern unter die Lupe und rechneten die Strategien nach: “Komplettaustausch aller PC nach je drei Jahren” versus “Aufrüstung über neun
Jahre im selben Turnus”. Die aufschlussreichen Ergebnisse finden sich hier.

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