Es soll die letzte Ausgabe der 4er Serie werden, und vielleicht auch deshalb glänzt der jüngst veröffentlichte KDE-Workspace 4.11 mit zahlreichen Bugfixes und dem Versprechen, den für Enterprise-Anwender wichtigen Langzeit-Support mitzubringen. Vor allem die Groupwaresuite Kontact profitiert von zahlreichen Patches und Erweiterungen, aber auch Wayland ist dabei.
Die letzte umfassende Release soll die 4.11 sein, schreiben die Entwickler in ihrer Ankündigung. Auf dem Weg zu den KDE Frameworks 5 habe man nicht vor, die Workspaces, Applikationen und Plattform noch einmal als gesammeltes Update-Paket herauszugeben. Die neue Version ist dem Gedenken an einen jüngst verstorbenen Entwickler gewidmet, dem Vordenker der vielköpfigen indischen KDE-Community Atul ‘toolz’ Chitnis. Der Deutsch-Inder war am 3. Juni einem Krebsleiden erlegen.

Der deutsch-indische KDE-Entwickler Atul Chitnis starb im Juni 2013, ihm ist KDE 4.11 gewidmet. (Bild: Kalyanvarma, Wikimedia Commons, CCAU) )
Viel Neues für Kontact
Technisch soll die neue Version zahlreiche Verbesserungen in Sachen Performance erfahren haben, sowohl was Plasma als auch den Unterbau des Deskops angeht , doch die wichtigsten Änderungen haben sich im Bereich des Personal Information Management (PIM) samt angeschlossenem Indexierungs- und Suchdienst vollzogen. Vor allem die Neuerungen in Kontact, Nepomuk und Akonadi nennen die Entwickler einen “großen Schritt vorwärts“. Sie haben haben neben zahlreichen Bugfixes (etwa dem lästigen Offline-Bug) auch die Archivierungsfähigkeiten verbessert, den Memory-Footprint stark verkleinert, aber auch den Import und Export von ganzen Mailordnern repariert. Außerdem erhielt die Suite zahlreiche neue Funktionen, etwa einen Scheduler für die “Später senden…”-Funktion.
Kate, Kwin und vieles mehr
Aber auch die anderen Anwendungen der KDE-Suite haben zahlreiche Neuerungen oder Korrekturen im Gepäck. Kate etwa hat zahlreiche neue Sprachen und -erweiterungen im Gepäck (beispielsweise Autocompletion für Python 2 und 3, Javascript, Jquery, Django und XML). Dolphin, der Dateimanager, sei um ein Vielfaches schneller geworden, vor allem bei großen Ordnern, weil er bevorzugt die Previews lade, bevor er den ganzen Inhalt darstelle. Das verhindere vor allem die berüchtigte CPU- und I/O-Last, die das Browsen von Directories mit zahlreichen Dateien bisweilen auslöste. Damit nicht genug: Kwin hat ein experimentelles Wayland-Backend an Bord, mehrere Monitore steuert jetzt Kscreen, Blogilo kann HTML editieren, die Liste ist lang. KDE SC 4.11 steht hier zum Download bereit, bislang nur als Quelltextarchiv.





