Lippert verbaut Intels neue Atom-CPU in Rechnermodul

Das Coreexpress-Eco enthält einen Atom-Embedded-Prozessor (Z5xx) und den System Controller Hub von Intel, bis zu vier SDDR2-Ram-Bausteine und einen System Management Controller von Lippert.

Die Lippert GmbH hat ihren Computer on Module (COM) mit der Atom-CPU von Intel bestückt. Die Atom-Embedded-Plattform unterstützt die embedded Linux-Ausagen von Red Hat, Windriver und Red Flag.

Der COM-Rechner namens Coreexpress-ECO verfügt ausschließlich über digitale Schnittstellen. Alle Peripherie-Interfaces wie PCIe oder USB sind über einen 220-PIN-Connector erreichbar. Für das Bord hat die Mannheimer Firma eine eigene Spezifikation geschrieben, die nur gegen ein Non Disclosure Agreement (NDA) erhältlich ist. Die Spezifikation beschreibt das Bordformat, die Steckertypen und den Bus. Für ihre Spezifikation hat die Embedded-Firma an die offene COM-Spezifikation des PICMG-Konsortiums angeknüpft, sagte Produktmanager Peter Kannegießer zu Linux-Magazin Online. PICMG steht für PCI Industrial Computer Manufacturers Group. Ihr gehören rund 450 Unternehmen an. Das Embedded-Modul arbeitet mit einer eigenen Management-Technologie des Herstellers, die im Systemmanagement Controller implementiert ist.

Das Coreexpress-Eco enthält einen Atom-Embedded-Prozessor (Z5xx) und den System Controller Hub von Intel, bis zu vier SDDR2-Ram-Bausteine und einen System Management Controller von Lippert.

Das Coreexpress-Eco enthält einen Atom-Embedded-Prozessor (Z5xx) und den System Controller Hub von Intel, bis zu vier SDDR2-Ram-Bausteine und einen System Management Controller von Lippert.

Lippert bietet den Computer on Module in Form eines Starter-Kits an. Darin sind das Coreexpress-Modul auf einem Trägerbord enthalten, eine Best-Practice-Anleitung und die Produktdokumentation. Das Carrier-Board in dem Starter-Kit entspricht in den Maßen etwa einer DIN-A-5-Seite (165 x 115 mm, EPIC-Format). Das darauf verbaute Coreexpress-Modul ist etwas größer als eine Handfläche (65 x 58 mm). Das Modul vereint Prozessor, Controller Hub, Microcontroller und DDR2-RAM (bis 1 GByte). Die Leistungsaufnahme soll laut Produktbrief bei fünf Watt liegen. Mit dabei ist die von Intel und Partnern angebotene Atom-Software, also ein UEFI-BIOS und wahlweise verschiedene Windows- und Linux-Varianten.

Das Blockdiagramm zeigt die Verbindungen und digitalen Schnittstellen des Coreexpress-Boards.

Das Blockdiagramm zeigt die Verbindungen und digitalen Schnittstellen des Coreexpress-Boards.

Produktmanager Peter Kannegießer sagte zu Linux-Magazin Online, dass der Coreexpress Eco auch mit Echtzeit-Linuxen laufen werde. Kannegießer sagte weiter, dass das Coreexpress-Modul mit beiden derzeitigen Atom-Varianten erhältlich sei. Der Atom-Prozessor Z530 hat eine Taktrate von 1,6 GHz, den FSB-Takt 533 MHz und produziert 2,3 Watt Abwärme (Thermal Design Power, TDP). Diese Variante unterstützt Hyper-Threading. Der Atom-Prozessor Z510 taktet intern zu 1,1 GHz und der Front Side Bus zu 400 MHz. Er gibt 2 Watt Abwärme ab. Die internen Caches sind bei beiden gleich: Der L1 ist 32 KByte groß und der L2 512 KByte.

Das Coreexpress-Modul ist direkt von der Lippert GmbH zu beziehen. Preise wollte Kannegießer nicht nennen.

Erst seit der Cebit ist der Markenname Atom des neuen 45-Nanometer-Prozessors von Intel im Umlauf, der den bisherigen Codenamen Silverthorne ersetzt. Die ersten konkreten Elemente der Atom-Produktserie und technische Details gibt Intel seit dem Intel Developer Forum Anfang April in Shanghai heraus. Die Datenblätter von Intel zum Atom-Embedded-Prozessor datieren entsprechend von April 2008.

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