Linuxworld: IBM und Novell vermarkten Application Server gemeinsam

Auf der derzeit stattfindenden Linuxworld Expo in San Francisco kündigen IBM und Novell eine engere Zusammenarbeit an.

Als wesentlichen Teil der Vereinbarung positionieren die beiden Unternehmen den kostenlosen WebSphere Application Server Community Edition (WAS CE) gegen die Open-Source-Lösung Jboss. Im Gegensatz zum kommerziellen WebSphere Application Server basiert WAS CE auf der Open-Source-Lösung Apache Geronimo. Trotz der Namensgleichheit unterscheiden sich die WebSphere Application Server also grundsätzlich in der Codebasis. Lediglich einige Zusatzbestandteile wie beispielsweise der Datenbankserver IBM Cloudsphere sind in beiden Produkten enthalten. Novell will WAS CE als Teil der Unternehmens-Distribution Suse Linux Enterprise Server ausliefern und auch Support dafür liefern.

IBM erhofft sich von der Kooperationsvereinbarung neue Kundschaft unter mittelständischen Unternehmen, die der Hersteller unter den Novell-Kunden vermutet. Auch mit dem Wettbewerber Red Hat, Anbieter des Application-Servers Jboss, arbeitet Big Blue eng zusammen, allerdings im Bereich Mainframe. Ebenso wie mit Red Hat sollen nun gemeinsame, weltweite Marketingaktionen mit Novell den Verkauf von Open-Source-Produkten ankurbeln.

Gleichzeitig kündigt IBM die neue Version 2.0 von WAS CE für “später im Jahr” an. Künftig soll WAS CE 2.0 auch Standard-Support für die Entwicklungsplattform Java EE 5 bieten. Die Basistechnologie hatte IBM im Mai 2005 in Form des Unternehmens Gluecode hinzugekauft. Aktuell ist der Application Server in Version 1.1 im kostenlosen Download erhältlich, IBM bietet kostenpflichtige Supportverträge an.

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