Michael Lauer, einer der Hauptentwickler beim Openmoko-Projekt, hat beim Linuxtag einen Überblick zum Status der freien Linux-Handy-Plattform und der zugehörigen Hardware gegeben.
In Zusammenarbeit mit dem taiwanischen Hersteller FIC bietet Openmoko seit längeren Entwicklermodelle des Linux-Handys an. Mit dem Neo-Freerunner soll nun der Endnutzer in den Genuss von Geräten kommen. Aber wann? Michael Lauer ist vorsichtig, wenn es um Terminankündigungen geht. Beim vergangenen Linuxtag habe er die Version 2 des Handys angekündigt und von vier Monaten bis zum Verkaufsstart gesprochen, gibt er zu. Zwar sei das Gerät inzwischen im Stadium der Massenfertigung, die aber habe es in sich. “Das ist schwieriger als ich gedacht habe”, sagt Lauer. Nach dem Start der Fertigung im Mai sei die Ausbeute zu gering gewesen, nun gelte es die Produktion zu optimieren, was sich unter anderem in der Justage von Fertigungswerkzeugen äußere, deren Namen er nie zuvor gehört habe. Dennoch gibt sich Lauer optimistisch, dass die Massenfertigung noch im Juni wieder anlaufen könne und der Ausstoß dann befriedigend sei.
Das Neo-Freerunner kommt dann neben GSM und GPRS auch mit WLAN auf den Markt. UMTS sei nicht dabei, sagte Lauer auf eine Nachfrage aus dem Publikum. Passende UMTS-Module seien teuer und schwierig zu bekommen. Das werde sich in den nächsten sechs bis zwölf Monaten nicht ändern, sagte der Entwickler. Openmoko wolle bei diesen Modulen keine proprietären Schnittstellen akzeptieren und könne keine sehr großen Stückzahlen ordern.
Das Prinzip freie Software bezeichnete Lauer als wichtiges Prinzip. Openmoko sei die derzeit einzig freie Handy-Betriebssystemplattform.



