Linuxtag 2010: Bundesagentur für Arbeit prüft weiteren Linux-Einsatz

Beim Linuxtag erläuterte Ulrich Baumann vom IT-Systemhaus der Bundesagentur für Arbeit Eckdaten zu seinem Projekt, die bestehende Enterprise-Plattform für Datenbanken bestehend aus der Kombination Sparc/Solaris mit Linux/x86 abzulösen.

Die Zahl der Rechner, die bei der Bundesagentur im Einsatz sind, veranschaulicht die Größe der Evaluationsaufgabe, die Baumann zu meistern hat. Zwei hochverfügbare Zentralen, 1900 Liegenschaften und 178 vernetzte Rechenzentren bilden die Plattform, von der aus die rund 120.000 User der Bundesagentur und die angeschlossenen Internet-Center der Arbeitsämter zugreifen. Rund 600 Zugriffe pro Sekunde müssen Datenbank und Platttform aushalten. An Hardware und Software meistern das rund 1500 CPU-Cores, 360 Datenbanken, 4,5 TByte RAM und 1 Petabyte Festplattenspeicher im SAN.

Gegen die im Einsatz befindliche Kombination aus Suns Sparc M und Solaris sprechen hohe Kosten für Hardware, Lizenzen und Support, so Baumann, aber auch die nicht mehr zeitgemäße Energiebilanz der Rechner, was Stromverbrauch, Wärmeabgabe, Platzbedarf und Kosten für Klimatisierung betreffe.

Die Argumente für Linux und Linux seien Flexibilität, Skalierbarkeit und der Umstand, dass Linux seit vielen Jahren bei der Bundesagentur in Form des Suse Linux Enterprise Server im Einsatz sei, wenn auch nicht als Datenbankplattform. Baumann nennt Zahlen und spricht von 250 zentralen Unix-Servern, 9800 Windows-Servern und 1900 Linux-Servern.Zum Einsatz komme Linux auch in den Selbstinformationszentren der Agentur.

Linux, so der Projektleiter, verfüge inzwischen über ein breites Angebot von Dienstleistungen und Zusatzprodukten. Die ins Auge gefasste Hardware in Form von modernen x86-Prozessoren reiche von der Leistung her an die High-End-Maschinen heran. Terminierbar ist der Umstieg nur grob, Baumann spricht von einigen Jahren. Während die Plattform wechsle, bleibe die Datenbank wohl diejenige von Oracle, die jetzt zum Einsatz komme.

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