Linux Mint hat in Person des Hauptentwicklers Clément Lefèbvre eine Partnerschaft mit Mozilla angekündigt. Ziel der Zusammenarbeit ist es, den Browser Firefox im von Mozilla veröffentlichten Originalzustand auszuliefern. Dass Ubuntu Firefox standardmäßig im Snap-Format ausliefert, ist ein Grund für die Zusammenarbeit.
Bereits bei der Umstellung von Google Chrocme auf das Snap-Format seitens Ubuntu, hatte Mint diesen Schritt verweigert und Chrome selbst auszuliefern. Im Zuge der jetzt verkündeten Zusammenarbeit mit Mozilla werde Firefox wird weiterhin als .deb-Paket über die offiziellen Linux Mint-Repositories ausliefern. Die Konfiguration und die Art und Weise, wie er gebaut werde, wolle man aber ändern. Die Linux Mint-Version des Firefox sei damit dann der von Mozilla vertriebenen Version sehr viel ähnlicher und als fast identisch zu bezeichnen. Die Änderungen sollen mit dem für 11. Januar erwarteten Firefox 96 greifen, teilt Lefèbvre mit.
Im Einzelnen heißt das, dass in Firefox die Standard-Startseite nicht mehr auf https://www.linuxmint.com/start/ verweist. Die Standard-Suchmaschinen umfassen dann auch nicht mehr die Linux Mint-Suchpartner Yahoo und DuckDuckGo sondern die Mozilla-Suchpartner wie Google, Amazon, Bing, DuckDuckGo und Ebay. Der Wechsel zu Google führe dann auch zu Einnahmen für Linux Mint, teilt der Entwickler mit.
Außerdem wechsle die Standardkonfiguration von den Mint-Standardeinstellungen zu den Mozilla-Standardeinstellungen. Firefox enthalte dann auch keine Codeänderungen oder Patches von Linux Mint, Debian oder Ubuntu mehr, heißt es weiter.
Bestehende Nutzer müssten deswegen zwar keine Änderungen in ihren Nutzereinstellungen befürchten, die Erhaltung der Benutzereinstellungen sei entscheidend, schreibt Lefèbvre. Allerdings könnten die durch die Umstellung vorgenommenen Änderungen an den Standardeinstellungen sich entsprechend auswirken. Wenn sich die Standardwerte ändern, kann jede Einstellung, die nicht durch einen Benutzerwert überschrieben wird, tatsächlich eine Verhaltensänderung auslösen, heißt es im Blogbeitrag.





