Die oberste amerikanische Steuerbehörde IRS hat das Linux-Kernel-Projekt als "Private Operating Foundation" anerkannt und von der Einkommensteuer befreit.
Mit der Anerkennung als “Private Operating Foundation” durch den IRS (Internal Revenue Service) hat die Linux Kernel Organisation einen Status erreicht, der dem eines eingetragenen gemeinnützigen Vereins in Deutschland sehr ähnlich ist. Nach Paragraf 501(c)3 ist die Organisation damit unter anderem berechtigt, für Spenden und Geschenke eine Quittung auszustellen, die der Spender von der Steuer absetzen kann. Auch kann die Linux Kernel Organisation den Linux Kernel und andere Open-Source-Software vertreiben und von Einkommenssteuer befreit arbeiten.
Zunächst für ein Jahr hat die Linux Kernel Organisation ihren Status als Organisation gesichert, die nicht gewinnorientiert arbeitet, kein regelmäßiges Einkommen hat und sich aus Spenden finanziert. Nach dem ersten Jahr müssen jährlich Unterlagen eingereicht werden, die den Status weiterhin begründen.
Wie auch für deutsche Vereine ist diese Anerkennung sehr wichtig für das weitere Bestehen der Organisation. Die kann so Mittel werben, die normalerweise zu versteuern wären. Andererseits wird die Organisation attraktiver für Förderer, da sich Ausgabe steuermindernd auswirken, zumindest soweit die Spenden dem amerikanischen Steuerrecht unterliegen. Dass das auch für deutsche Unterstützer gilt, ist fraglich. Da die Organisation nicht in Deutschland als gemeinnützig anerkannt ist, ist davon auszugehen, dass Spenden aus Deutschland gegenüber dem Fiskus nicht abzugsfähig sind.
Die Linux Kernel Organisation wurde 2002 gegründet. Derzeit sitzen ihr H. Peter Anvin als Präsident, Jeff Uphoff als Kassenwart und Chris Wright als Geschäftsführer vor. Weitere Mitglieder des Vorstandes sind Kees Cook und Linus Torvalds.



