Linux-Kernel: Bug im Realtek-WLAN-Treiber

Ein Sicherheitsexperte hat eine potenzielle Sicherheitslücke in einem für Realtek-Chips zuständigen WLAN-Treiber des Linux-Kernels entdeckt. Das Problem besteht aus einem möglichen Bufferoverflow.

Der Angriff könnte über WLAN stattfinden, wenn sich ein Gerät mit dem Realtek-Chip in Reichweite des Angreifers befindet. Der Bufferoverflow lässt sich dann dazu ausnutzen, um das Gerät zum Absturz zu bringen. Möglicherweise ist auch die komplette Übernahme des Systems möglich. Der Entdecker der Lücke, Nico Waisman, Sicherheitsexperte bei Github, schreibt auf Twitter, dass sich die Lücke bereits seit vier Jahren unentdeckt im Kernel befinde. Unter CVE 2019 17666 geführt, lässt sich die Lücke bei einer direkten Verbindung (Wifi Direct) zweier Geräte ausnutzen. Die Energiesparfunktion von Wifi Direct namens Notice of Absence ist dabei der Angriffspunkt. Der Angreifer schickt dann präparierte Pakete an das verwundbare Gerät.

Die Lücke erfordert zwingend einen Chip von Realtek und ein angeschaltetes WLAN, damit ein Angriff funktioniert. Auf der Kernel-Mailingliste gibt es einen Fix für das Problem, der den Pufferüberlauf verhindert.

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