Gestern Abend gab Linus Torvalds die Version 4.2 des Linux-Kernel frei und eröffnete zugleich das Merge-Window für die nächste Version.
Linus hätte den Kernel laut der Release-Mitteilung bereits eine Woche eher veröffentlichen können, da in der letzten Woche nur noch ein paar Patches reinkamen, doch tue die zusätzliche Woche niemandem weh.
Linux 4.2 bricht gleich zwei Rekorde: Erstmals besteht der Kernel aus mehr als 20 Millionen Codezeilen und hat die Zeilenzahl seit Oktober 2008 verdoppelt. Mit etwa einer Million Zeilen Quellcode ist Kernel 4.2 der bislang umfangreichste Versionssprung, am Ende blieben allerdings “nur” 800 000 neue Zeilen übrig. Die gingen zum größten Teil auf das Konto von AMD und ihrem AMDGPU-Treiber.
Zu den Highlights gehört, dass Samsungs Dateisystem F2FS nun auch auf Dateisystemebene verschlüsselt, dass XFS über Dax (Direct Access) nun auf nichtflüchtigen Speicher zugreift. CIFS bringt experimentellen Support für das SMB-Protokoll in Version 3.1.1 mit.
Daneben lassen sich künftig mehrere Security-Module (LSM) mit Linux verwenden, darunter SE Linux, Smack, Tomoyo und Apparmor. Ein Netfilter-Subsystem filtert Pakete nach ihrer Eintrittszeit in das Netzwerk, und das Netzwerk-Subsystem unterstützt ab Kernel 4.2 das Netzwerkprotokoll Geneve (Generic Network Virtualization Encapsulation). Offen bleibt, ob Greg Kroah-Hartman für Kernel 4.3 einen erneuten Pull-Request für Kdbus stellen wird.
Herunterladen lässt sich der Kernel wie immer über https://www.kernel.org.




