Lilblue Linux hat Kummer mit der uClibc

Der Entwickler Anthony G. Basile hat Lilblue, seine gehärtete Linux-Distribution auf Gentoo-Basis, in Version 20140520 veröffentlicht.

Lilblue unterscheidet sich unter anderem durch den Einsatz der Embedded-Bibliothek uClibc vom Mainstream-Gentoo und anderen Distributionen. Nun ist Basile auf das Problem gestoßen, dass die alternative C-Bibliothek seit Mai 2012 keine neue Release erfahren hat. Beim Upstream-Projekt stauen sich die Commits, und der Lilblue-Macher muss zahlreiche zurückportierte Patches anwenden.

Schließlich hat er für seine jüngste Lilblue-Release die Entscheidung gefällt, den jüngsten Entwicklungsstand (“HEAD”) aus dem uClibc-0.9.33-Git-Zweig zu verwenden sei weniger problematisch als all die Patches einzuarbeiten. In der Folge musste er aber auch einige Software-Builds anpassen, wie er in seinem Blogeintrag zum Thema weiter erläutert.

Weitere Informationen zu Lilblue und eine Installationsanleitung gibt es im Gentoo-Wiki.

Den Kummer mit der uClibc teilt Anthony G. Basile übrigens mit vielen Embedded-Entwicklern. Das Projekt Buildroot beispielsweise, das eine Linux-Toolchain für die Embedded-Entwicklung generiert, erwägt daher den Umstieg auf die GNU Libc. Für Lilblue sieht Basile eher die Bibliothek Musl als Alternative.

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