Neues in Sachen Edge kündigt die Linux Foundation an. Beim Unterprojekt CNCF, der Cloud Native Computing Foundation, gibt es ein Update für Core DNS.
Die Linux Foundation bündelt ihre Kräfte in Sachen Edge Computing. Sie fasst mehrere Projekte unter dem neuen Schirmprojekt LF Edge zusammen. Unterschlupf finden mit Akraino Edge Stack, Edge X Foundry und Open Glossary of Edge Computing ehemalige Standalone-Projekte der Organisation. Von Samsung kommt zudem das Home Edge Project hinzu. Das will Echtzeitdaten von Smarthome-Geräten sammeln. Zededa ergänzt mit Project Eve (Edge Virtualization Engine) eine plattformübergreifende Standard-Edge-Architektur.
Die Linux Foundation erhofft sich laut ihrer Ankündigung, dass die Hersteller auf dem schnell wachsenden Heimgerätemarkt kooperieren, die Sicherheit der Geräte stärken und generell eine gemeinsame Vision für die gesamte Industrie entwickeln. Hinter LF Edge und den bisher Projekten stehen neben Samsung, Dell und AT&T auch viele andere große Unternehmen, darunter ARM, HP, IBM, Intel, Red Hat oder Huawei. Mehr Informationen zum Projekt selbst warten auf der entsprechenden Projektseite.
Core DNS steigt auf
Neugikeiten gibt es auch von der CNCF: Core DNS ist das erste Projekt im neuen Jahr 2019, das seinen Status als Inkubator-Projekt verlässt und nun, nach Kubernetes, Prometheus und Envoy, als ausgereiftes Projekt gilt. Die so genannten “Graduation”-Projekte müssen verschiedene Kriterien erfüllen, die ein Online-Dokument auflistet.
Core DNS bietet einen flexiblen und modenen DNS-Server für Cloud-Native-Umgebungen an, der auch Dienste im Netzwerk entdeckt. Die Kubernetes-Entwickler haben beim Release der letzten Version 1.13 empfohlen, Core DNS künftig zum Standard für sämtliche Deployments zu machen. Dabei hilft, dass Core DNS auch in hybriden Cloudumgebungen funktioniert, etwa mit AWS, wo es Route 53 und Etcd verwendet. Intern verwendet Core DNS 35 eingebaute Plugins und 15 externe. Mehr als hundert Entwickler und 16 Maintainer arbeiten daran.
Laut der CNCF-Ankündigung hat Googles Site Reliability Engineer Miek Gieben im März 2016 mit der Arbeit an Core DNS begonnen. Ein Ziel war es, dass der DNS-Server mit mehreren Backends, etwa Etcd, Consul und Kubernetes, reden kann. Ein Inkubator-Projekt war Core DNS seit Februar 2018. Zu den Nutzern gehören auch Firmen aus Deutschland, darunter Hellofresh, Soundcloud und Zalando.



