2017 war ein überaus erfolgreiches Jahr für den HTTPS-Verschlüsselungsdienst, für 2018 gibt es weitere Pläne. Die stellt das Projekt nun in einem Blogpost vor.
Aktuell betreue Let’s Encrypt 46 Millionen aktiver Zertifikate und 61 Millionen einmaliger Domains. Generell freue man sich, das der Gesamtanteil verschlüsselter Domains in etwa einem Jahr von 46 auf 67 Prozent gestiegen sei, schreibt Let’s Encrypt in dem Blogpost. Nun blickt das Projekt bereits auf das nächste Jahr und stellt seine Pläne in Sachen Servicewachstum, neue Funktionen, Infrastruktur und Finanzen vor.
Klar ist: Let’s Encrypt will weiter wachsen. 90 Millionen aktive Zertifikate und 120 Millionen einmalige Domains strebt das Projekt für 2018 an und will seine Zahlen damit verdoppeln. Dies sei aufgrund des anhaltenden Wachstums im Bereich HTTPS für 2018 zu erwarten. Dabei helfe es, dass auch immer mehr Organisationen und Communities auf HTTPS achten und Browserhersteller ihre Nutzer sensibilisieren.
Zu den neu geplanten Features für 2018 zählen ein Protokoll-API-Endpunkt für ACME v2 und der Support für Wildcard-Zertifikate. Letztere sollen ebenso wie die bisherigen Zertifikate kostenlos und global verfügbar sein. Ab dem 4. Januar 2018 soll es einen öffentlichen Test-API-Endpunkt geben, den vollständigen Start plant das Projekt für Dienstag, den 27. Februar 2018.
Daneben will das Projekt ECDSA-Root- und Intermediate-Zertifikate einführen. ECDSA soll effizienter arbeiten als RSA. Bislang signiert Let’s Encrypt mit dem RSA-Schlüssel eines Zwischenzertifikats, 2018 will man Nutzer in die Lage versetzen, Zertifikatsketten einzurichten, die vollständig auf ECDSA basieren.
Auch die Zahl der OCSP-Antworten von der Infrastruktur des Projekts werde sich 2018 voraussichtlich verdoppeln. Aktuell belegt die Infrastruktur des Projekts 70 Rack-Units in zwei Rechenzentren, vor allem den schnellen Speicherplatz für die Datenbanken werde man weiter ausbauen. Auch neue Compute-Server sollen her, alte will Let’s Encrypt erstmals ausrangieren und durch effizientere ersetzen. Nicht zuletzt soll sich ein weiterer Mitarbeiter dem Operations-Team anschließen.
Bleiben noch die Finanzen: Für das Jahr 2018 will man mit 3 Millionen US-Dollar auskommen, 2017 kam das Projekt mit 2,65 statt der ursprünglich veranlagten 2,91 Millionen US-Dollar zurecht. Let’s Encrypt hofft zudem auf weitere Sponsoren, die sich finanziell an den Kosten beteiligen.




