Hardwarehersteller Lenovo hat angekündigt, sein komplettes Thinkstation- und Thinkpad-P-Portfolio für den Einsatz von Ubuntu LTS und Red Hat Enterprise Linux zu zertifizieren.
Die zertifizierten Geräte sollen sich dabei ohne Einschränkungen anpassen und konfigurieren lassen, verspricht Rob Herman, zuständiger Manager in der Workstation und Client AI Group von Lenovo.Starten will der Anbieter das Programm in den kommenden Monaten über den Sommer hinweg. Die mobilen Thinkpad-P-Geräte markieren dabei den Anfang, die Thinkstations sollen folgen. Neben der zertifizierten Hardware gäbe es auch vollen Web-Support und spezielle Linux-Foren, so Herman.Die Geräte erhalten dabei Patches und Sicherheitsupdates nebst Bios-Optimierungen und Treiber-Anpassungen. Lenovo will die Treiber auch direkt für den Linux-Kernel upstreamen, um Kompatibilität und Stabiltät für die Linux-Workstations zu gewährleisten, teilt Herman mit.
Lenovo habe zudem ein Pilotprogram mit vorinstalliertem Fedora-Images auf den Thinkpad-Modellen P53 und P1 Gen 2 gestartet.

Das Thinkpad P53 mit Ubuntu ist eines der ersten zertifizierten Geräte. Quelle: Lenovo
Zur Begründung des umfangreichen Zertifizierungsprogramms führt der Lenovo-Manager an, dass von den, laut Netmarketshare, rund 250 Millionen Computern, die pro Jahr verkauft werden, etwa 7,2 Millionen mit Linux verwendet werden. Diese Gruppe sieht Herman mit Anwendungsentwicklern, Ingenieuren, und Wissenschaftlern hochrangig besetzt und längst nicht mehr eine Nischenerscheinung. Die genannten Linux-Nutzer seien regelmäßig auf hochrangigen Positionen in ihren Firmen eingesetzt.




