Kuriosum: Commodore OS 3.0 kommt mit eigenem BASIC

Logo Commodore OS

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Die auf Debian basierende Distribution Commodore OS gibt sich optisch im Stil des Heimcomputer-Klassikers C64 – und bringt in der neuen Version 3.0 gleich seine eigene BASIC-Variante mit. Hinter der versteckt sich jedoch ein alter Bekannter.

Der Commodore 64 kam 1984 auf den Markt und entwickelte sich binnen weniger Jahre zu einem der meistverkauften Computer der Welt. Mitte der 1990er Jahre meldete die gleichnamige Firma Konkurs an. Das wegen seiner Gehäuseform liebevoll Brotkasten getaufte Gerät besitzt jedoch nach wie vor noch viele Fans. Für die entwickeln einige Enthusiasten eine eigene Distribution namens Commodore OS. Ihre Desktop-Umgebung erinnert an die Optik des C64 – wenngleich der auf eine grafische Benutzeroberfläche verzichten musste.

Gedacht ist Commodore OS zudem für Rechner wie den Commodore 64x: Immer wieder versuchen Firmen, unter dem alten Markennamen neue Computer auf den Markt zu bringen. Einer davon war besagter Commodore 64x. Bei ihm handelt es sich um einen x86-PC im Tastaturgehäuse, den man immer noch bestellen kann. Das Commodore OS dient sich dort als alternatives und thematisch passendes Betriebssystem an.

Vor allem Kinder nutzten den C64 als Spielemaschine, was auch Commodore OS würdigt. Die neue Version 3.0 soll sogar die größte, auf Spiele fokussierte Linux-Distribution der Welt sein. So liegen jetzt über 200 freie Spiele bei, darunter auch einige C64-Remakes wie Wizball.

Der C64 verfügte über einen eingebauten BASIC-Interpreter, Besitzer konnte nach dem Einschalten sofort los programmieren. Commodore OS 3.0 zieht hier nach und enthält sein eigenes Commodore OS BASIC V1. Dahinter verbirgt sich im Wesentlich ein umbenanntes RCBASIC. Das wiederum stellt eine komplette Entwicklungsumgebung bereit, inklusive Compiler und 3D-Bibliotheken. Damit geht es deutlich über das sehr einfach und schnell zu erlernende BASIC V2 des C64 hinaus.

Commodore OS bringt selbstverständlich einige Emulatoren mit. Deren Einrichtung vereinfacht der neue Settings Manager. Des Weiteren haben die Entwickler den Commodore OS Central aus der Taufe gehoben. Dieser „Hub“ soll Handbücher und andere Ressourcen an einer zentralen Stelle sammeln.

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