Kubernetes 1.11 verbessert Storage und Cluster

Kubernetes ist in Version 1.11 erschienen. Die macht es leichter, Cloud- oder Vorort-Infrastruktur einzubinden und bringt einen besseren Storage-Support mit.

Vor allem zwei sehnsüchtig erwartete Funktionen heben die Kubernetes-Macher für ihre neue Iteration hervor: IPVS-basiertes Cluster-internes Load Balancing und die Option, Core DNS in Clustern als Add-on zu ergänzen.

IPVS stammt aus dem Linux-Virtual-Server-Projekt, es handelt sich um eine IP-basierte Load-Balancing-Software, die im Linux-Kernel steckt, auch Layer-4-Switching genannt. Huawei verwendet die Software anstelle von Iptables, um In-Cluster Load Balancing für mehr als 50 000 Dienste zu betreiben.

IPVS soll im Load-Balancing-Bereich ausgefeilter arbeiten als Iptables, der entsprechende Code für Kubernetes steckt nun in “kube-proxy” der Version 1.11. Er lässt sich produktiv einsetzen und als eigener Modus auswählen. Er verbessert den Netzwerkdurchsatz und die Latenzen und erhöht die Skalierbarkeit, heißt es in der Ankündigung.

Für Nutzer von “kubeadm” ist der in Go geschriebene Core-DNS-Server die Standardlösung, die sich nun auch in Clustern einsetzen lässt. Der erweiterbare DNS-Server integriert sich in das Kubernetes API, bringt weniger bewegliche Teile als sein Vorgänger mit und lässt sich als alleinstehendes Executable ausführen, wobei er als ein einzelner Prozess läuft. Dennoch ist es möglich, ihn um angepasste DNS-Einträge zu ergänzen.

Storage-Optimierungen

Noch in den Kinderschuhen steckt Online-Resizing für Persistent Volumes (PV). Bislang mussten Admins Pods deaktivieren und Volumes aushängen, um deren Größe zu ändern. Das soll künftig nicht mehr nötig sein, der Admin aktualisiert dann nur noch den Persistent Volume Claim (PVC), den Rest erledigt die Software. Zugleich sorgt die neu eingeführte Funktion “StorageObjectInUseProtection” dafür, dass Kubernetes nicht aus Versehen PVs und PVCs löscht, die ein Pod im Einsatz hat.

Daneben warten auf Kubernetes-Nutzer noch weitere Änderungen. Im Betastadium befinden sich die dynamischen Kubelet-Konfigurationen. Die lassen sich anders als bisher im Live-Betrieb aktualisieren. Custom Resource Definitions dürfen neuerdings mehr als eine Custom Resource festlegen, und das Container Storage Interface (CSI) bringt unter anderem ersten Support für Raw Block Volumes mit.

Herunterladen lässt sich die neue Version 1.11 über Github. Daneben gibt es verschiedene interaktive Tutorials, die den Einsatz demonstrieren.

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Nach oben