OpenWrt ist ein freies, quelloffenes Betriebssystem für Router und andere Netzwerkgeräte. Die neuen Versionen ( hier und hier) beheben nicht nur kleinere Fehler, sondern schließen auch mehrere sicherheitsrelevante Schwachstellen.
Besonders problematisch sind zwei Fehler im Dienst mdnsd. Dabei handelt es sich um einen Hintergrunddienst fürMulticast-DNS, der Geräte und Dienste im lokalen Netzwerk ohne zentrale
DNS-Infrastruktur auffindbar macht (z. B. für automatische Namensauflösung im Heimnetz).
In mdnsd können speziell manipulierte Anfragen einen Pufferüberlauf im Speicher auslösen. Das betrifft einerseits PTR-Anfragen im Zusammenhang mit Reverse-DNS, wenn der Dienst Multicast-DNS-Anfragen über UDP-Port 5353 verarbeitet. Ein ähnliches Szenario ist auch bei IPv6 Rückwärtsauflösungen möglich – beide Schwachstellen gelten als kritisch. Auch die Weboberfläche ist betroffen: Im WLAN-Scan-Modus können Angreifer Cross-Site-Scripting-Angriffe ausführen. Grund dafür ist, dass erkannte Netzwerknamen ungefiltert als HTML dargestellt werden und so schädlicher Code eingeschleust werden kann. Dieses Problem wird als hohes Risiko eingestuft.




