Der Bremer Linux-Distributor Univention hat in Zusammenarbeit mit Partnern die Open-Source-Groupware Kolab 2 um einen Anschluss an das SyncML-Protokoll erweitert.
Über das plattformunabhängige SyncML-Austauschformat lassen sich Groupware-Daten mit Mobiltelefonen und PDAs synchronisieren. Derzeit befindet sich die Integration in Kolab im Stadium eines Release Candidate: Nach Angaben des Herstellers funktioniert bereits die Synchronisation von Kalender- und Kontaktdaten. Der Abgleich von Aufgaben und Notizen ist vorgesehen, aber noch nicht fertiggestellt und getestet.
Die Integration hat Univention auf Kundenwunsch in Auftrag gegeben. Dabei übernahm die Firma Intevation aus Osnabrück Qualitätssicherung und Projektleitung, die Programmierung besorgte das im Kolab-Projekt aktive Unternehmen Pardus.
Als Grundlage für die Lösung im Kolab-2-Webclient diente das Open-Source-Framework Horde. Es besaß bereits grundlegende SyncML-Fähigkeiten und wird in einigen Implementierungen als Web-Oberfläche für Kolab-Server eingesetzt.
Binärpakete und eine Anleitung zur Installation des Release-Kandidaten auf Univentions Server-Produkten gibt es im Web-Forum des Anbieters. Dort finden sich auch konkrete Hinweise, wie die Synchronisation mit dem RIM Blackberry 8800 konfiguriert wird (PDF).
Der unter GPL und LGPL lizenzierte Quelltext steht bei Univention als Debian-Source-Paket bereit. Der Pardus-Entwickler Gunnar Wrobel beschreibt in seinem Blog die Installation aus dem Kolab-CVS. Die Neuerungen sollen Eingang in die kommende Kolab-Version 2.2.1 finden.



