Die Entwickler des freien Groupwareservers Kolab haben die Version 2.3.0 veröffentlicht. Zu zahlreichen Verbesserungen und Bugfixes gesellen sich auch neue Funktionen für Mobiiltelefone und die Administration.
Der Groupware-Server Kolab, der einst unter Förderung des BSI entwickelt wurde, hat eine neue Version erreicht. Nach mehr als zwei Jahren Entwicklungszeit findet sich in der jüngst veröffentlichten 2.3 erstmals standardmäßig Zarafas Z-Push, eine Open-Source-Bibliothek für das Active-Sync-Protokoll zur Datensynchronisierung mit modernen Smartphones, und ein vollständig überarbeitetes Administrationsfrontend fürs Web. Das Setup erlaubt neuerdings auch mehrere Accounts mit identischen Namen und bringt modulare Pakete für den Webclient.
Binärpakete gibt es zum Download für Debian Lenny und Squeeze, der Support für Etch (4.0) wurde von den Entwicklern mit der neuen Version eingestellt. Eine komplette Liste mit allen Änderungen findet sich in den Release-Notes.
Vorsicht bei Updates
Die Entwickler warnen in ihrer Ankündigung jedoch davor, alte Kolab-Versionen auf die neue zu upgraden: Wegen der vielen Änderungen (zum Beispiel im LDAP-Verzeichnisdienst) seien manuelle Eingriffe vielerorts notwendig. Mehr Details dazu bietet dasUpgrade-Readme in den Quelltexten, die Dokumentation und die PKG-Pakete finden sich hier.
Kolab kommt — wohl als einziger Groupware-Server — ohne Datenbank aus und setzt vollständig auf Open-Source-Standard-Software wie Apache, PHP, Postfix, Clam AV, Amavis, Cyrus, Horde und Open LDAP.



