Das US Census Bureau führt eine zweiwöchentliche Umfrage unter 1,2 Millionen amerikanischen Unternehmen aus, die erhebt, ob die Firmen in den vergangenen zwei Wochen Tools wie maschinelles Lernen, Sprachverarbeitung oder virtuelle Agenten bei der Herstellung von Waren oder Dienstleistungen verwendet haben. Die jüngsten Ergebnisse zeigen einen Rückgang.
Der Einsatz von KI-Tools in Firmen mit mehr als 250 Beschäftigten ist von knapp 14 Prozent Mitte Juni auf unter 12 Prozent im August gesunken. In kleineren Betrieben mit neun bis 49 Mitarbeitenden stagnierte die Nutzung. Nur in sehr kleinen Betrieben mit weniger als vier Beschäftigten gab es zuletzt leichte Zuwächse. Das ist der bisher deutlichste Rückgang seit Beginn der Erhebung im November 2023.
Analysten sehen das als Warnsignal für eine mögliche Abwärtsspirale. Dazu passt, dass einer Studie der NANDA-Initiative (Networked AI Agents in Decentralized Archtecture) des MIT zufolge, nur 5 Prozent der KI-Pilotanwendungen in den USA zu einem raschen Umsatzwachstum führten. Die überwiegende Mehrheit kommt zum Stillstand und hat wenig bis keine messbaren Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung. Die Untersuchung, die auf 150 Interviews mit Führungskräften, einer Umfrage unter 350 Mitarbeitern und einer Analyse von 300 öffentlichen KI-Implementierungen basiert, zeigt, dass die vollmundigen Versprechen der KI-Industrie in der Praxis oft nicht erreicht werden.





