Einer Studie des Netzwerkausrüsters Ciena zufolge wird die Nachfrage nach Rechenleistung und Bandbreite bis 2027 mindestens auf das Sechsfache ansteigen, getrieben von Künstlicher Intelligenz.
In einer Umfrage des Unternehmens unter Fachleuten für Rechenzentren sahen 53 Prozent der Befragten KI-Workloads als Haupttreiber für die Nachfrage nach Rechenzentrums-Interconnects in den nächsten zwei bis drei Jahren sehen. Interconnects sind Hochgeschwindigkeits-Netzwerkverbindungen, die separate Rechenzentrumseinrichtungen miteinander verbinden.
Die KI-Anwendungsfälle sollen dabei die Cloud-Computing-Workloads und die Big-Data-Analytik noch übertreffen. Insbesondere die Integration von KI mit IoT und Smart-City-Technologien werde eine Explosion der Datenmenge zur Folge haben, insbesondere von hochauflösenden Bildern und Videos, da Millionen von Sensoren verbunden werden, um intelligente Umgebungen zu schaffen, meint der International CTO von Ciena, Jürgen Hatheier.
Die Komplexität des Trainings der KI-Modelle zwingt Betreiber dazu, ihre Infrastrukturstrategien zu überdenken. Die Studie von Ciena zeigt, dass 81 Prozent der Befragten erwarten, dass das Training von großen Sprachmodellen (LLM) in verteilten Rechenzentren und nicht an einzelnen Standorten stattfinden wird, wo außerdem der Strombedarf ein limitierender Faktor werden kann. Dieser verteilte Ansatz erfordert robuste Verbindungen zwischen den Einrichtungen. Im Durchschnitt erwarten Rechenzentrumsexperten, dass 43 Prozent der von ihren Unternehmen geplanten neuen Einrichtungen für KI-Workloads bestimmt sein werden.
In der Umfrage wurden auch Schlüsselfaktoren ermittelt, die bestimmen, wie KI eingesetzt werden wird. Das ergab das folgende Ranking:
- KI-Ressourcennutzung über einen längeren Zeitraum hat oberste Priorität (63 Prozent)
- Verringerung der Latenzzeit durch Platzierung von Inferenzberechnungen näher an den Nutzern (56 Prozent)
- Anforderungen an die Datenhoheit (54 Prozent)
- Angebot strategischer Standorte für wichtige Kunden (54 Prozent)





