Amazon, das über hundert Milliarden Dollar allein in diesem Jahr in eigene KI-Infrastruktur investiert und gerade einen Deal mit OpenAI im Umfang von 38 Milliarden Dollar besiegelt hat, streitet sich nun mit Perplexity AI um deren KI-Agenten.
Der Grund scheint klar – zumindest aus der Perspektive von Perplexity, das sich in einem langen Blogbeitrag unter dem Titel “Bullying is not innovation” (Mobbing ist keine Innovation) darüber beschwert. Es geht um die KI-Agenten von Perplexity, die sich auch dafür benutzen lassen, auf Amazons Marktplatz Produkte zu suchen, zu vergleichen und dann auch zu kaufen. Jetzt habe man eine aggressive rechtliche Drohung von Amazon erhalten, in der gefordert werde, dass man Comet-Nutzern (Comet ist der KI-Browser von Perplexity) die Verwendung von KI-Assistenten auf Amazon untersagen solle.
Was sollte Amazon gegen KI-Agenten haben, die ja schließlich auch zum Umsatz beitragen, wenn sie dort Dinge einkaufen? Man kann einen KI-Agenten nicht mit Werbung betören, man kann ihm keine Lockangebote unterschieben, man kann ihn nicht mit unübersichtlichen Offerten verwirren. Aber gerade Werbung ist ein sehr gutes Geschäft für Amazon, das sagt es selber.
Perplexity zeigt sich empört und kämpferisch. Das sei “nicht nur Mobbing, das ist Wahnsinn”. Die KI-Agents seien Agenten des Benutzers und hätten dieselben Rechte wie er. “Perplexity kämpft für die Rechte der Nutzer.” Und weiter: “Amazon vergisst, wie es so groß geworden ist. Die Nutzer lieben es. Sie wollen gute Produkte zu einem niedrigen Preis, die schnell geliefert werden. Agentic Shopping ist die natürliche Weiterentwicklung dieses Versprechens, und die Menschen verlangen es bereits. Perplexity fordert das Recht, es anzubieten.”





Es gibt viele andere Online-Shops, die gerne etwas vom Marktanteil von Amazon abhaben wollen.