Kernel-Entwickler: Den Oops auf der Spur

Fehler im Systemkern sind ärgerlich und führen im schlimmsten Fall zum Absturz des Rechners nebst Datenverlust. Um diesen Fehlern auf die Spur zu kommen haben Kernel-Entwickler die Website Kerneloops.org ins Leben gerufen.

Unter Kerneloops.org sammeln Entwickler des Linux-Kernel die so genannten Kernel-Oopses. Die so genannten “Oopses” sind die Fehlersignaturen die auftreten, wenn der Linux-Kernel ein Problem meldet. In Form eines Fehlerlogs geben sie Auskunft über den Hintergrund des Fehlers. Treten mehrere Oopses gehäuft auf, kann es zu einer Kernel-Panic kommen. Auch ohne Totalabsturz sind nach einem Kernel-Oops einige interne Ressourcen nicht mehr nutzbar, auch wenn das System einen scheinbar normalen Eindruck macht.

Kerneloops.org sammelt Kernel-Oopses aus verschiedenen Mailing-Listen und Bug-Tracking-Systemen, beschreibt Arjan van de Ven auf der Linux Kernel Mailing List die Website. Dort werden aus den Meldungen Statistiken generiert, die ein Aussage darüber erlauben, mit welcher Fehlersignatur sich der Kernel am häufigsten verabschiedet und somit auch, welcher Fehler am dringendsten behoben werden muss. Zusätzlich soll die Seite eine Aussage darüber ermöglichen, wann sich eine Fehlermeldung erstmals gezeigt hat. Zu guter Letzt soll auch herausgefunden werden, welche Schnittstellen die meisten Fehler erzeugen. Van de Ven listet in seiner Mail zugleich die Top-10-Oopses der vergangenen sieben Tage auf. Da dies sein erster Report sei, bittet er die Entwicklergemeinschaft um Feedback.

Derzeit listet Kerneloops.org im stabilen Kernel 2.6.23 allein 89 Oopses. Der Releasekandidat der kommenden Version 2.6.24 bringt es auf 158 charakteristische Fehlermeldungen.

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