KDE baut Benutzerhilfe auf

Wer Fragen zu KDE 4 hat, musste sich bisher meist mit den bestehenden Mailinglisten oder IRC-Räumen zufrieden geben. Das soll sich nun ändern: Das KDE-Projekt arbeitet an einem eigenen Wiki, der so genannten KDE Userbase

Zwar existierte bisher auch ein Wiki, das allerdings “hatte das große Problem, dass es für alle und niemanden da sein wollte.”, wie Lydia Pintscher vom KDE-Projekt schreibt. Zudem sei es nicht auf KDEs eigenen Servern gehostet, was den Zugang erschwerte.

Die Userbase, die zukünftig auf KDEs eigenen Servern läuft, soll sich an KDE-Anwender richten und allgemeine Fragen zu KDE 4 und seinen Anwendungen beantworten. Pflegen und bestücken sollen es interessierte KDE-Benutzer.

Unter userbase.kde.org kann man zur Zeit eine vorläufige Seitenstruktur begutachten, die noch nicht mit der offiziellen KDE-Webseite verlinkt ist und lediglich auf Englisch vorliegt. Weitere Sprachen sollen erst später folgen. Neben den FAQ enthält die Userbase bisher ein Glossar von KDE-Begriffen, Hinweise auf weitere Informationsquellen für User und Antworten auf Fragen zum Plasma-Desktop. Unter “Applications” sollen vermutlich die in KDE integrierten Anwendungen erscheinen. Bisher gibt es zum Beispiel eine ausführliche Vorstellung des KTimeTracker mitsamt Screenshots und Vorstellung der Optionen des Tools.

Die Fragen zum Programm bringen aber auch einen Bereich mit, der potentielle Entwickler für KTimeTracker ansprechen soll. Das scheint der Versuch des Projekts zu sein, mehr Programmierer zu rekrutieren, denn bisher befinden sich die gesammelten Beiträge und Informationen für Entwickler in der informativen Techbase von KDE.
Auch Anleitungen und Antworten darauf, wie man Probleme umschifft, bietet die Userbase aktuell an. Noch befinden sich die Seiten in Entwicklung und steht das künftige Aussehen nicht fest. Pintscher schätzt, man werde das Wiki in ein bis zwei Wochen offiziell ankündigen.

Hilfe über ein Wiki zu organisieren, erscheint als sinnvoller Ansatz: Die Hilfeseiten zu den KDE-3-Anwendungen krankten häufig daran, dass sie sich nicht auf dem aktuellen Stand der Entwicklung befanden. Häufig fehlten Beschreibungen für neue Optionen, vom ursprünglichen Autor übersehene oder vergessene Funktionen ließen sich nicht ergänzen. Ein Wiki schafft da Abhilfe.

Allerdings steht und fällt der Nutzen mit der permanenten Pflege der Einträge. Einen Hauptverantwortlichen für das Wiki gibt es laut Pintscher bisher nicht, aber es hätten sich bereits Freiwillige gemeldet, um die Beiträge zu prüfen. Im Moment sei das Wiki von der Community Working Group organisiert. Interessierte Nutzer können eine Mail an “community-wg at kde.org” schicken, um eigene Beiträge zu ergänzen. Später soll das KDE-Wiki mittels OpenID für alle potenziellen Autoren offen stehen.

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