Julian Assange ist frei

Einem Beitrag von Wikileaks auf X zufolge ist Julian Assange frei. Er habe das Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh in London am Morgen des 24. Juni verlassen, berichtet Wikileaks. Es soll nun noch eine Verhandlung mit der US-Justiz geben.

1901 Tage habe der Wikileaks Gründer Assange dort verbracht, heißt es weiter. Er sei nun vom High Court in London gegen Kaution freigelassen worden und habe am Nachmittag vom Flughafen Stansted aus das Vereinigte Königreich verlassen. Wikileaks erwartet, dass er in sein Heimatland Australien zurückkehrt, wo seine Frau und seine Kinder leben.

Die Freilassung beruhe auf einer weltweiten Kampagne, die von Basisorganisatoren, Verfechtern der Pressefreiheit, Gesetzgebern und führenden Persönlichkeiten aus dem gesamten politischen Spektrum bis hin zu den Vereinten Nationen reichte, berichtet Wikileaks.

Zuletzt habe es dann eine lange Verhandlungsphase mit dem US-Justizministerium gegeben, die zu einer Vereinbarung führte, die noch nicht offiziell abgeschlossen sei.

Es soll dazu laut Gerichtsdokumenten von Julian Assange am Mittwoch, 26. Juni zu einer Anhörung auf Saipan kommen, einer Insel der Nördlichen Marianen, in der Assange sich schuldig bekennen soll. Verschwörung zur unrechtmäßigen Erlangung und Verbreitung von Verschlusssachen im Zusammenhang mit der nationalen Verteidigung der Vereinigten Staaten, lautet die Anklage.

Die Verteidigung dankt dem Gericht im Schreiben dafür, dass es auf gemeinsamen Antrag der Parteien die Verhandlung über das Geständnis und die Verurteilung an einem einzigen Tag anberaumt hat, da der Angeklagte sich weigert, auf das Festland der Vereinigten Staaten zu reisen, um sein Schuldbekenntnis abzulegen. „Wir erwarten, dass er nach Abschluss des Verfahrens in sein Heimatland Australien zurückkehren wird“, heißt es im Schreiben an das Gericht. Das spricht für eine Vereinbarung, die Assange Freiheit verspricht.

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
2 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Atalanttore
2 Jahre her

Nach penetranten wiederkehrenden Hinweisen von Whataboutisten stand seine Hinrichtung durch die teuflische USA doch unmittelbar bevor und nun das.

übrig gbliebener Zusammenhangdenker
2 Jahre her

Die schon verbüßte Haft im Gefängnis oder Quasi-Haft in der Botschaft, kein Asyl in einem westlicher Staat und das erzwungene Schuldeingeständnis werden dazu führen, dass es kaum noch Whistleblower geben wird die öffentlich machen wenn westliche Demokratien gegen internationales und eigens Recht verstoßen.
Das schafft dann allerdings kein Vertrauen bei anderen Ländern in westliche Demokratien und manche davon möchten daher ein Gegengewicht, auch wenn das dann Diktaturen wie China oder Russland sind.

Nach oben