Wegen der Kodierung der Bilder langsam ladende Webseiten will Google mit der BSD-lizenzierten JPEG-Kodierungsbibliothek Jpegli begegnen. Jpegli biete eine hohe Abwärtskompatibilität und eine Verbesserung der Kompressionsrate um 35Prozent bei hohen Qualitätskomprimierungseinstellungen teilt Google mit.
Jpegli soll schneller, effizienter und optisch ansprechender arbeiten als herkömmliches JPEG. Um diese Ziele zu erreichen nutze die Kodierungsbibliothek eine Reihe neuer Techniken, heißt es im Blogbeitrag.
Jpegli biete sowohl einen vollständig interoperablen Encoder und Decoder, der dem ursprünglichen JPEG-Standard und seinem konventionellen 8-Bit-Formalismus entsprechet, als auch API/ABI-Kompatibilität mit libjpeg-turbo und MozJPEG.
Für Bilder, die mit Jpegli komprimiert oder dekomprimiert werden, würden präzisere und effektivere Berechnungen durchgeführt und die Bilder sähen klarer aus und würden weniger sichtbare Artefakte aufweisen.
Während das Verhältnis zwischen Bildqualität und Komprimierungsdichte verbessert werde, sei die Kodierungsgeschwindigkeit von Jpegli vergleichbar mit traditionellen Ansätzen wie libjpeg-turbo und MozJPEG. Das bedeute, dass Webentwickler Jpegli mühelos in ihre bestehenden Arbeitsabläufe integrieren könnten, ohne Einbußen bei der Codiergeschwindigkeit oder dem Speicherverbrauch hinnehmen zu müssen, teilt Google mit.
Jpegli könne zudem mit 10+ Bits pro Komponente kodiert werden, während herkömmliche JPEG-Kodierungslösungen nur 8 Bit bieten würden. Die 10+-Bit-Kodierung von Jpegli erfolge im ursprünglichen 8-Bit-Formalismus, und die resultierenden Bilder seien mit 8-Bit-Betrachtern voll kompatibel. Die 10+-Bit-Dynamik seien als API-Erweiterung verfügbar, und es erfordere Änderungen am Anwendungscode, um davon zu profitieren.
Nicht zuletzt komprimiere Jpegli Bilder effizienter als herkömmliche JPEG-Codecs, wodurch Bandbreite und Speicherplatz gespart und Webseiten beschleunigt werden könnten.


