Das Debian-Projekt hat mit Jonathan Carter den amtierenden Projektleiter Jonathan Carter erneut gewählt. Neben ihm waren Felix Lechner und Hideki Yamane als Kandidaten angetreten.
Carter bleibt damit für ein weiteres Jahr Debian Projektleiter (DPL) und tritt eine dritte Amtszeit an. Debian hat 1023 Wahlberechtigte Mitglieder. 354 haben ihre Stimme abgegeben.
Wie berichtet will Jonathan Carter unter anderem die Diskussionen über die Registrierung von Debian als formale Organisation erneut anstoßen. Das Fehlen einer eigenen Rechtsperson berge viele Probleme. Dazu gehörten Schwierigkeiten beim Abschluss von Vereinbarungen mit externen Stellen und Probleme mit der persönlichen rechtlichen Haftung im Rahmen des Projekts. Außerdem will er eine Änderung in der Auslieferung und Aktualisierung von Firmware erreichen.
Letzteres hatte auch der langjährige Debian-Entwickler und frühere DPL Steve McIntyre in seinem Blog bemängelt. McIntyre ist seit 1996 an dem Debian-Projekt und an den Arbeiten des Firmware-Supports sowie für den Debian-Installer beteiligt. Der Entwickler schreibt: Meiner Meinung nach ist die Art und Weise, wie wir mit (unfreier) Firmware in Debian umgehen, ein Chaos, und das schadet vielen unserer Benutzer jeden Tag.



