ITZ Bund, der IT-Dienstleister für den Bund, und das BSI wollen laut einer Vereinbarung in Zukunft stärker zusammenarbeiten, um die Sicherheit der Software im Bund zu stärken.
Laut einer kurzen Mitteilung haben das Informationstechnikzentrum Bund (ITZ Bund) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am 31. August 2020 eine Rahmenverwaltungsvereinbarung geschlossen, die künftig eine engere Zusammenarbeit vorsieht. Ziel sei es, “die Digitalisierung der Bundesverwaltung sicher zu gestalten.” Angesichts der IT-Lage der Bundesverwaltung ist das vermutlich eine gute Nachricht auch wenn sie die Frage aufwirft, warum die Koordination erst jetzt kommt. Ein Teil der Antwort lautet vermutlich Corona.
Noch im Januar 2020 kritisierte der Grünen-Abgeordnete Konstantin von Notz im Handelsblatt: “Durch ihre massiven Versäumnisse ist die Bundesregierung dafür verantwortlich, dass die IT-Systeme von Kanzleramt, Bundesministerien und Bundesbehörden nur unzureichend geschützt sind.” Er nannte die Sicherheitslage dort “grob fahrlässig”. Hintergrund war, dass in vielen Bundesministerien Windows 7 auch nach dem offiziellen Support-Ende zum Einsatz kommt. Dabei entstehen im laufenden Jahr mindestens 800 000 Euro an Kosten für das “Extended-Security-Update-Programm”.



