Das beliebte Portal Ubuntuusers.de treibt eine eigene Portal-Software namens Inyoka an. Genau die wird ab sofort nicht mehr hinter verschlossenen Türen entwickelt, sondern steht unter einer Open-Source-Lizenz offen auf GitHub.
Als deutsche Anlaufstelle für Ubuntu-Nutzer hat sich zweifelsohne das Ubuntuusers-Portal etabliert. Unter anderem besteht es aus einem Wiki und einem Forum. Diese Komponenten stellte ursprünglich bekannte Software wie etwa das MoinMoin-Wiki und phpBB bereit. Da das Ubuntuusers-Team immer mehr Anpassungen an diesen Webanwendungen durchführen mussten, entschied es sich schließlich, die Software für das komplette Portal von Grund auf neu zu schreiben.
Die erste Version des Inyoka getauften Systems ging bereits Mitte 2008 in Betrieb. Doch erst jetzt hielten die Ubuntuusers-Betreiber ihre Software reif für eine Veröffentlichung unter einer Open-Source-Lizenz. Der komplette Quellcode steht unter der liberalen BSD 3-Clause-Lizenz auf GitHub. Die Entwickler erhoffen sich durch die Veröffentlichung nicht nur Rückmeldungen, sondern auch Unterstützung bei der Weiterentwicklung durch die Community.
Inyoka besteht derzeit aus sechs Komponenten beziehungsweise Web-Anwendungen: Das Portal bildet die Einstiegsseite, der ein Forum und ein Wiki beiseitestehen. Das Forum orientiert sich an phpBB2, das Wiki lose an MoinMoin. Hinzu kommen noch der Feed-Aggregator Planet, das Blog Ikhaya und ein Pastebin.
Inyoka ist in Python implementiert und setzt auf dem Django-Framework auf. Unter der Haube nutzt die Portal-Software die Datenbank PostgreSQL, Redis dient als Seitencache. Die Inbetriebnahme erfolgt bevorzugt in Docker-Containern.
Die Namen sind übrigens der Sprache Zulu entlehnt: Inyoka bedeutet Schlange und spielt auf Python als Programmiersprache an. Ikhaya wiederum lässt sich mit „Haus“ oder „Heim“ übersetzten.




