Die unter anderem von dem prominenten Datenschutzaktivisten Max Schrems gegründete Nichtregierungsorganisation NOYB (None Of Your Business, ungefähr: Geht Dich nichts an) will nun gegen lästige Cookie-Banner vorgehen, die sie für rechtswidrig hält.
Dazu übermittelte die Organisation über 500 Beschwerden an Unternehmen, die auf ihrer Webseite rechtswidrige Cookie-Banner verwenden – und startet damit die größte Beschwerdewelle seit dem Inkrafttreten der DSGVO vor drei Jahren.
Der DSGVO zufolge dürfen solche Banner nur eine klare Ja/Nein-Option zur Auswahl anbieten. Meist jedoch würde mit allen möglichen Design-Tricks und Umwegen durch Klick-Labyrinthe die Zustimmung der Nutzer erschlichen. Mehr als 90 Prozent sehen am Ende keine andere Möglichkeit mehr, als auf “Akzeptieren” zu klicken. Dabei wollten nach Statistiken der Industrie eigentlich nur magere drei Prozent von vornherein zustimmen. Entwickler bei NOYB haben nun eine Software programmiert, die illegale Cookie-Banner automatisch erkennt. Damit sollen bis zu 10 000 Beschwerden möglich werden. Ändern betroffene Unternehmen ihre Praxis nach einer solchen Beschwerde nicht binnen eines Monats, will NOYB den Vorgang an die zuständigen Behörden weitermelden, die dann Bußgelder verhängen können.






An sich ist der Kampf zu begrüßen, aber er ist genauso wirkungsvoll wie gegen den Wind zu pinkeln, wenn es wie immer ums Geld geht. Mozilla fährt da eine bessere Strategie mit der Isolierung, wenn man dazu noch die Verwendung von Drittanbieter Cookies (was bei solchen Bannern der fall ist) verbietet, steht man schon recht gut da.
Wenn man zu all dem noch uBlock Origin, Privacy Badger, Decentraleyes und “I don’t care about cookies” verwendet kann einem das alles egal sein.
Sorry, aber diese “Datenschützer” sind mir suspekt. Erst zwingen sie alle diese Banner aufzuschalten und dann passt ihnen jedes Detail der Umsetzung nicht. Dabei sind die Cookie-Banner totaler quatsch und sollten abgeschafft werden. Sie hätten ja eine Vorschrift machen können wie das umgesetzt werden muss oder wenigstens eine Referenzimplentierung für jede gängige Programmiersprache.
Überhaupt sollten Datenschützer lieber RFC’s schreiben und damit den Datenschutz by-design umsetzen, anstatt den Benutzern und Content Anbietern das Leben schwer zu machen. Haben wir nicht schon genug Ärger mit Bugs und Schadsoftware? Brauchen wir auch noch Anwälte?