Maßgeblich Andrés N. Robalino treibt die Entwicklung der Nu Shell voran, die jetzt in einer ersten Version 0.2.0 vorliegt. Nach eigenen Angaben orientiert sich die Shell an der PowerShell, der funktionalen Programmierung und modernen CLI-Tools.
Die Nu Shell arbeitet ähnlich wie die Bash, ihre integrierten Kommandos interpretieren jedoch die verarbeiteten Daten als strukturierte Informationen. Ruft der Anwender beispielsweise den Inhalt eines Verzeichnisses ab, erhält er eine Liste mit Objekten, die jeweils einen Eintrag im Verzeichnis repräsentieren. Die Objekte kann der Anwender dann über Pipes weiterverarbeiten. So gibt beispielsweise der Befehl
ls | where type == "Directory" | autoview
eine Tabelle mit allen im aktuellen Verzeichnis enthaltenen Verzeichnissen und ihren jeweiligen Eigenschaften aus. Solche Tabellen lassen sich über spezielle Kommandos weiterverarbeiten und auseinandernehmen.
Das eingebaute Kommando “open” ist sogar in der Lage, den Inhalt von Textdateien zu erkennen und die Bestandteile als Objekte an andere Befehle über eine Pipe weiterzuleiten. Filter helfen zudem, die wichtigen Inhalte aus (unstrukturierten) Texten zu extrahieren.
Des Weiteren ist Nu in der Lage, mehrere Kommandozeilen (Shells) gleichzeitig zu öffnen. Anwender wechseln dann zwischen ihnen per Tastendruck. Abschließend kann man über Plugins den Funktionsumfang erweitern.
Die Nu Shell selbst ist in der Programmiersprache Rust geschrieben und soll auf möglichst vielen Plattformen laufen – neben Linux nennen die Entwickler auch Windows und macOS. Die jetzt veröffentlichte Version 0.2.0 soll bereits funktionieren und stabil laufen, garantieren wollen das die Entwickler aber noch nicht.
Alle Informationen rund um die Nu Shell fasst die entsprechende GitHub-Seite zusammen. Ein noch unfertiges, aber bereits gut ausgestattetes Handbuch liegt bereits auf Englisch vor.




