Der Supercomputer „Otus“ wurde am 10. November, im Paderborn Center for Parallel Computing (PC2) in Betrieb genommen. Ab sofort können Forschende aus ganz Deutschland mit ihm anspruchsvolle Computersimulationen und Wissenschaft auf höchstem Niveau betreiben.
Das Dateisystem mit fünf Petabyte Speicherkapazität, 142.656 Prozessorkernen und 108 GPUs wurde laut der Mitteilung des PC2 von Lenovo in Zusammenarbeit mit der pro-com Datensysteme GmbH entwickelt. AMD-Prozessoren der aktuellen „Turin“- Generation kommen zum Einsatz.
Auf der ISC in Hamburg, der internationalen Messe für High Performance Computing (HPC), künstliche Intelligenz, Data Analytics und Quantencomputing, schafft es „Otus” im Juni 2025 auf Platz 5 der sogenannten „Green 500“, der Liste der weltweit effizientesten Rechnersysteme.
Als Nationales Hochleistungsrechenzentrum (NHR) stellt das PC2 seinen Supercomputer „Otus“ wie auch den Vorgänger „Noctua 2“ Wissenschaftler*innen aus ganz Deutschland zur Verfügung. Der Zugang erfolgt über ein Antragsverfahren, bei dem unabhängige Fachgutachter die wissenschaftliche Qualität und Angemessenheit des beantragten Rechenzeitbedarfs bewerten.
„Mit Otus entwickeln wir eine innovative und zukunftsweisende Infrastruktur, die es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ermöglicht, komplexe Forschungsfragen in Disziplinen wie der Physik und der Chemie oder dem Maschinellen Lernen auf höchstem Niveau zu bearbeiten. Gleichzeitig setzen wir Maßstäbe in Sachen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Schon erste Tests haben die hohe Leistungsfähigkeit bestätigt“, sagt Professor Dr. Christian Plessl, Computerwissenschaftler am Paderborner Institut für Informatik und Leiter des PC2. Durch eine indirekte freie Kühlung kann der Supercomputer beispielsweise ganzjährig energieeffizient betrieben und die Abwärme mit ihren hohen Temperaturen zur Gebäudeheizung genutzt werden. Der Strom wird zu 100 Prozent aus regenerativer Erzeugung gewonnen und ist damit CO2-frei.




