Der amerikanische Marktforscher IDC attestiert dem weltweiten Smartphone Markt das bislang schlechteste Jahresergebnis.
Im vierten Quartal 2018 haben die Hersteller 375,4 Millionen Geräte ausgeliefert, berichtet IDC. Das seien rund 5 Prozent weniger als im vergleichbaren Quartal 2017. Über das gesamte Jahr betrachtet liegt der Abwärtstrend bei den Stückzahlen bei einem Minus von rund 4 Prozent gegenüber dem Jahr 2017, das entspricht 1,4 Milliarden Geräten. Der Smartphonemarkt verliere seit fünf Quartalen in Folge, teilt IDC mit. Dieser Trend werde sich auch im laufenden Jahr 2019 fortsetzen,prognostizieren die Marktforscher.

Die Top-5-Anbieter auf dem weltweiten Smartphone-Markt im Jahr 2018. Quelle: IDC
IDC konnte im Jahr 2018 zwar einige boomende Märkte ausmachen, etwa in Indien, Indonesien, Korea und Vietnam, ansonsten habe es aber kaum einen Hoffnungsschimmer gegeben. Für die sinkenden Zahlen macht IDC längere Austauschzyklen bei den Nutzern verantwortlich, aber auch Frustration über ständig steigende Preise für Smartphones. Der wichtigste Faktor bleibe aber der chinesische Markt, der etwa ein Drittel des weltweiten Smartphone-Handels ausmache. In China seien die ausgelieferten Stückzahlen im Jahr 2018 um rund zehn Prozent zurückgegangen. Zu beobachten sei, dass die fünf Top-Hersteller ihren Anteil vergrößern konnten. Im Jahr 2018 konnten Samsung, Apple, Huawei, Oppo und Xiaomi ihren Marktanteil auf 69 Prozent steigern (63 Prozent im Jahr 2017).




Die Marktsättigung ist am Horizont zu sehen. Gerade die Top-Modelle sind langlebiger im Einsatz, während sie “nach hinten/unten” weiterverkauft werden – die Austauschzyklen werden absehbar größer werden, was (gerade für die Anwender) ein gutes Zeichen ist. Und: Top-Smartphones stecken voll mit High-Tech Komponenten und Entwicklungen, die (trotz so manch Unkenrufes) am Weltmarkt durchaus Geld kosten. Die Softwarewartung über längere Zeiträume kostet auch Geld. Die Gewinnmargen fallen da bei der Masse an und nicht (wie viele Laien meinen) beim “Markenaufschlag”…