IBMs neue Power7-Maschine arbeitet mit 8 mal 32 Threads

Der neue Power7-Prozessor enthält acht Kerne, von denen jeder vier Threads bearbeitet. Das größte der neuen Power7-Serversysteme fasst 64 Prozessorkerne. Ein zusätzlicher Turbo-Modus spornt sie zu noch mehr Leistung an.

Die Größte der gestern vorgestellten neuen IBM-Maschinen trägt die Nummer 780 und fasst bis zu acht Power7-Prozessoren (siehe Galerie). Der Bolide verfügt darüber hinaus als einziger der Neuzugänge über den so genannten Turbocore-Modus, der aus den einzelnen Kernen durch besonderes Cache-Handling noch mehr herausholen soll, etwa für Datenbanken oder andere transaktionsorientierte Einsatzzwecke. Ebenfalls 64 Kerne fasst das etwas kleinere Modell IBM Power 770. Beim IBM Power 755 und IBM Power 750 Express ist ersterer als Cluster für rechenintensive High-Performance-Szenarien ausgelegt, sein etwas abgespeckter kleiner Bruder richtet sich als Business Server an den mittleren Markt. Die 780/770-Maschinen kommen Mitte März auf den Markt, die 750/755er am 19. Februar. Preise nennt IBM nicht.

Die neue Power-Generation ist auf Parallelität ausgelegt. Jeder Power7 hat 32 Hände: Er enthält acht Kerne, von denen jeder vier Threads bearbeitet. Die Management-Software soll bei den Neuen außerdem verschiedene Modi ein- und ausschalten können und das Arbeitstier damit auf Parallelrechnen, Durchsatz oder Analyse trimmen. Auf parallele Ausführung getrimmt hat IBM auch Teile seiner Software-Palette. Der Anwendungsserver Websphere, die Datenbank DB2 und die Kollaborationssuite Lotus Domino sind als Beispiel genannt. Der Power7 beherrscht schließlich die IBM-Technologie “Active Memory Expansion”, die mittels Speicherkompression Anwendungen glauben macht, sie hätten bis zu 50 Prozent mehr RAM zur Verfügung. Von Nutzen soll das etwa in virtuellen Umgebungen oder für SAP-Anwendungen sein.

Einzelheiten zu den neuen Power7-Systemen, die mit Linux, dem IBM-Unix AIX und IBMs System i zusammenarbeiten sowie zu ihrer Management-Software versammelt die Produktseite. Auf IBMs Medienseite gibt es auch ein Video, das die neue Rechnergeneration näher bringt.

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