In der New York Times berichtet John Markoff über IBMs Fortschritte beim Verkleinern von Transistoren. Kohlenstoff-basierte Nanotubes sollen es richten und zeigen vielversprechende Ergebnisse.
Markoff beruft sich in seinem Artikel auf einen Text in der Zeitschrift Science. Darin berichten Forscher von IBMs Forschungszentrum Thomas J. Watson, dass sie einen neuen Weg gefunden haben, um aus parallelen Reihen von Nanotubes Transistoren zu entwickeln. Die Nanotubes lassen sich mit ultradünnen Metallkabeln verbinden.
Laut IBM ließe sich auf diesem Weg die “Red Brick Wall” umgehen. So nennt sich die Grenze dessen, wie klein die Industrie Transistoren bauen kann. Die neuen Transistoren könnten erstmals wieder die Größe von Prozessoren reduzieren, ohne zugleich den elektrischen Widerstand zu erhöhen. Damit könnten Chiphersteller im nächsten Jahrzehnt wieder kleinere Chips herstellen, die zugleich schneller arbeiten. Auf einem simulierten IBM-Prozessor ließ sich die Geschwindigkeit um den Faktor 7 steigern.
Die Schwierigkeit für die Forscher besteht darin, die zu einem Knäuel geformten Nanotubes in eine feste Form zu bringen. Die Röhren bestehen aus einer Kohlenstoff-Matrix mit einer Dicke von einem Atom. Den IBM-Forscher gelang es nun, sie in Reihen mit regelmäßigen Abständen anzuordnen und sie auf Wafern zu fixieren. Das macht Nanotubes zu einem heißen Kandidaten für das Material zukünftiger Chipgenerationen. Man habe zwar, gibt ein IBM-Mitarbeiter zu, noch einige Herausforderungen zu meistern, sei aber zuversichtlich, dieses Ziel zu erreichen.





