IBM investiert: 2014 soll KVM auf Power kommen

Noch vor wenigen Wochen wunderten sich Analysten, als IBM seine nächste Milliarde für Linux auszugeben ankündigte, ohne einen genaueren Fahrplan vorzulegen. Dass die Power-Architektur davon profitieren solle, war das einzige, was Big Blue bekannt gab. Jetzt kommen die ersten Details: Bereits 2014 soll der Hypervisor KVM auch auf Power laufen.

Es war ein Paukenschlag: Im Juni gab IBM bekannt, zum zweiten Mal eine Milliarde Dollar in das freie Betriebssystem zu investieren. Dabei stünde die hauseigene Power-Architektur im Vordergrund, wobei vor allem Software, die noch nicht oder nicht optimal auf der Plattform laufe, mit Verbesserungen bedacht werden solle. Termine gab es da noch keine – eine solche Summe auszugeben, ohne einen konkreten Fahrplan zu haben, könne sich wohl nur IBM leisten, lästerten Analysten. Langsam lüftet sich der Schleier: Eine Schlüsseltechnologie wird der Linux-Kernel-Hypervisor KVM sein.

Jim Wasko leitet IBMs Linux-Labor.

Jim Wasko leitet IBMs Linux-Labor.

In einem Exklusiv-Interview mit Zdnet USA lässt der Konzern Jim Wasko, den Leiter des IBM-Linux-Labors zumindest bestätigen: Der Standard-Hypervisor des Linux-Kernels, KVM wird bereits 2014 auch auf Power-Servern und -Rechnern seinen Dienst verrichten. Mehr Details gibt es nicht, doch scheint das bereits seit mehr als drei Jahren laufende Projekt wohl den Erfolg in Schlagweite zu haben.

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