Der aktuelle IT-Security-Report von IBM listet detailliert die größten Cybergefahren des vergangenen Jahres auf: So geht aus dem neuen „Cyber Security Intelligence Index 2016“ hervor, dass Cyberangriffe auf die Gesundheitsbranche ein nie dagewesenes Ausmaß erreicht haben.
Fünf der acht schwersten IT-Sicherheitsvorfälle auf die Gesundheitsbranche der letzten fünf Jahre ereigneten sich im ersten Halbjahr 2015. Jedes Mal waren über eine Million Datensätze gefährdet, 100 Millionen im gesamten Jahr. Damit ist der Gesundheitssektor laut IBM Cyber Security Intelligence Index 2016 das attraktivste Angriffsziel für Cyberkriminelle. Auf den Plätzen zwei bis fünf folgen die Fertigungsindustrie, die Finanzwirtschaft, Behörden und das Transportwesen.
Patientenakten zum Beispiel sind mittlerweile eine heiße Ware auf dem Internetschwarzmarkt. Der Grund dafür ist die Haltbarkeit dieser Beute: Lässt sich eine Kreditkartennummer leicht ändern, sind in Patientendaten einzigartige persönliche Informationen gespeichert, wie Geburtsdatum, Sozialversicherungsnummern oder gar ärztliche Diagnosen. Auf Basis dieser Beute verüben Cyberkriminelle gerne auch weitere Straftaten, zum Beispiel Identitätsdiebstahl oder Erpressung.
Der IBM Index kommt unter dem Strich zu dem Ergebnis, dass schwere Sicherheitsvorfälle bei den analysierten Organisationen zugenommen haben: So entdeckten die IBM Security Experten 2015 insgesamt 178 so genannter „Security Incidents“, 2014 waren es noch 109 – eine Zunahme von 64 Prozent. Security Incidents sind Cyberangriffe oder -vorfälle, die so schwerwiegend sind, dass die Analysten sie genauer untern die Lupe nehmen müssen.





